Weblog: Fakes und Hoaxes
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Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der aktuellsten Themen aus der Projektgruppe Fakes und Hoaxes.
Fakes und Hoaxes
- Auflistung an Bigfootfakes
Hallo hallo,
heute präsentiere ich euch nach langer Pause mal wieder etwas neues an Fakes!
Wie schon beim Chupacabra habe ich eine kleine Liste an mehr oder weniger interessanten Fakes herausgesucht, die den legendären Bigfoot betreffen:
Als erstes haben wir hier eine Ansammlung von Bildern, welche von meist schlechter Qualität sind und angeblich Bigfoots zeigen. Die meisten Bilder könnten jedoch alles mögliche zeigen, besonders Menschen im Kostüm, damit sind sie für die Bigfootforschung im Prinzip wertlos:
Für den zweiten Punkt auf meiner Liste habe ich einen Fake gewählt, der eigentlich ganz ordentlich gemacht wurde, nicht übermäßig mysteriös, sodass man gleich den Fake erkennt…
Allerdings merkt man bei genauerer Betrachtung sehr deutlich am Fell des ,,Bigfoots”, dass es sich um ein Kunstfell handelt, man beachte nur mal den unnatürlichen, künstlichen Glanz. Außerdem ist der Körper ziemlich formlos, selbst wenn man behaupten wollte, dass ,,Tier” sei schon am Verwesen und deshalb eingefallen, muss einem klar sein: Dieser ,,Bigfoot” wurde extra dorthin drapiert, es handelt sich sicherlich nicht um einen echten.
Was auch noch auffällig beim BIGFOOT ist, sind die für meinen Geschmack ziemlich kleinen Füße :P!
Weiter im Programm sehen wir nun einen Fake, der von der Perspektive her gut gemacht ist.
Man vermeidet typische Fehler wie ein extrem pixeliges Bild, unnötige Mysterygeräusche und auch die Entfernung ist nett gewählt, nicht zu nah und nicht zu fern. Genauso ist die Umgebung passend, man scheint sich bei einer kleinen Hütte mitten im Wald zu befinden, es ist feucht und man sieht zufällig durch das Gebüsch einen ,,Bigfoot” laufen.
In diesem Video liegt der Fehler vor allem an den Bewegungsabläufen des angeblichen Bigfoot:
Man hat wohl versucht, die Bewegungen des berühmten Patterson/Gimlin-Films nachzuahmen, allerdings wird dies viel zu übertrieben dargestellt, die Arme schwingen geradezu unnatürlich und der Gang erinnert mich persönlich an einen übertrieben lebenslustig dargestellten Wanderer aus einem Heimatfilm.
Dazu frage ich mich, warum der ,,Bigfoot” eigentlich so gemütlich und zielsicher auf einen hohen Maschendrahtzaun zuläuft, wie man am Ende des Videos sieht?
Zum nächsten Video muss ich nicht viel sagen, denke ich, der Bigfoot stolziert wie eine Comicfigur durch das Gebüsch:
Auch das fünfte Video ist ziemlich offensichtlich ein Fake: Die Qualität ist sehr pixelig und undeutlich, die Gliedmaßen sind viel zu schlank und zu lang, ebenso wie der Körper:
Als nächstes möchte ich zu einem Fake kommen, der eindeutig Fun ist :P!
Normalerweise gehört das ja nicht hier her, aber ich fand es einfach geil gemacht und schon Roberto Blanco wusste ja:,,Ein bischen Spaß muss sein!”^^
Zum Schluss noch ein Video, welches für viel Aufsehen gesorgt hat, zurecht! Es zeigt zwar nur spielende Bären, wie einem nach längerer Betrachtung klar wird, aber im Dunkel der Nacht kann man dies durchaus mit kleinen Bigfoots verwechseln:
Bis zum nächsten Mal und nicht immer alles glauben, was man sieht ;)!
- Hinweise auf Fakes
Moin moin, liebe Leser!
Viel Zeit ist seit meinem letzten Beitrag vergangen, aber ich hatte eben viel zu tun, besonders in schulischer Hinsicht. Da die Schule nun aber beendet ist und die Ferien anstehen, kann ich mich wieder etwas mehr dem Fakeblog widmen.
An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass sich gerne Mitarbeiter bei mir melden können, die Interesse zumindest am Aufspüren von möglichen Fakes haben.
Nun zum eigentlichen Artikel:
Schon vor Jahren fragte ich mich, ob man nicht eine Art Liste erstellen könnte, um Fakes aus dem Bereich der Kryptozoologie leichter zu entlarven? Aus der damaligen Idee zu einem Projekt in dieser Richtung wurde leider nichts, da es an Erfahrung fehlte.
Dieses Projekt wird nun neu aufgenommen und die Liste jeweils erweitert, sobald es neue Erkenntnisse gibt.
Genug der langen Vorrede, kommen wir zu der Frage, woran man Fakes erkennen kann? Hierbei sei noch kurz gesagt, dass viele Fakes natürlich auch individuelle Eigenschaften und Erkennungsmerkmale aufweisen. Bevorzugt werde ich in diesem Beitrag daher auf allgemeine Merkmale eingehen und wie beim Chupacabra bei Bedarf spezifische Erkennungszeichen in anderen Beiträgen untersuchen.
Zuerst einmal muss man, wenn man eine Geschichte, ein Bild oder ein Video mit kryptozoologischem Hintergrund betrachtet, darüber im Klaren sein, dass es 3 Möglichkeiten gibt:
1. Geschichte, Bild oder Video ist echt
2. Geschichte, Bild oder Video basiert auf einem Irrtum und ist kein absichtlicher Fake
3. Geschichte, Bild oder Video ist ein absichtlicher Fake
Da es um Fakes gehen soll, werde ich mich hier um den 1. Punkt nicht weiter kümmern. Ich möchte dazu nur kurz anmerken, dass man sich von der Fülle der existierenden Fakes oder Irrtümer nicht dazu verleiten lassen darf, alles von Anfang an für einen Fake zu halten. Man sollte besser jeden Fall für sich betrachten.
Zu Kategorie 2 - Geschichte, Bild oder Video basiert auf einem Irrtum und ist kein absichtlicher Fake:
Entscheidend ist in diesem Fall, ob man irgendwo eine Absicht zum Fälschen erkennen kann, entweder bei der Person, die die Geschichte verbreitet oder beim Urheber.Beispiel: Ein Mensch macht Werbung für irgendeine Sache, ein Unternehmen, eine Veranstaltung etc. und trägt dafür ein Bigfootkostüm. In der Mittagspause möchte er zum Essen nach Hause und da er durch den Wald nur 15 Minuten zu Fuß braucht, verzichtet er auf das Auto und nimmt den kürzesten Weg durch den Wald. Das Kostüm zieht er nicht extra aus, da seine Mittagspause nun auch nicht soo lange dauert.
Er läuft also durch den Wald, auch in dem Bewusstsein, dass man ihn nicht für einen echten Bigfoot halten wird, da jeder weiß, das er als Werbemann arbeitet. Dabei wird er jedoch zufällig von einem Touristen entdeckt und unbemerkt fotografiert. Der Tourist hat von der Werbeaktion nichts mitbekommen, da er die Ankündigung verpasst hat. Zu Hause, in einem anderen Bundestaat der USA oder gar in einem anderen Land erzählt der Tourist nun seine Geschichte, zeigt das Foto herum und die Sache verselbstständigt sich zu ,,Bigfoot in XY gesichtet”. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass alle Journalisten genau nachprüfen, ob dies tatsächlich alles so stimmt und die Meldung muss auch nicht unbedingt den Leuten aus dem entsprechenden Gebiet, wo die ,,Sichtung” stattgefunden hat, bekannt sein.
Die Welt ist groß, es gibt viele Zeitungen, Gerüchte, dann noch das Internet, also genug Möglichkeiten, um die Meldung zu übersehen. Die Meldung über die Bigfootsichtung in XY wird sich mit der Zeit auch wahrscheinlich verselbstständigen, sie wird weitererzählt, leicht abgeändert, das Bild geht als ,,Bigfootbild” herum…
Und keiner weiß, dass es ein unabsichtlicher Fake, einfach basierend auf einem Irrtum ist. Der Werbemann weiß nicht, dass er fotografiert wurde, da er und sein Umfeld die Meldung schlicht nicht mitbekommen hat, der Tourist wusste nicht von der Werbeaktion und davon, das er einen Schauspieler fotografiert hat und die Menschen, die die Meldung weiterverbreiten, zitieren oft nur von einander, ohne genau nachzuprüfen.
So ist ohne eigentliche Absicht zur Fälschung ein unabsichtlicher Bigfootfake entstanden, quasi ein falscher Fake.
Soweit zu den Rahmenbedingungen. Kommen wir nun zu der Frage, wie man einen Fake der Kategorie 2 erkennt:
Wie es überhaupt bei kryptozoologischen Angelegenheit anzuraten ist, empfiehlt sich das Sammeln von möglichst vielen Informationen über das Ereignis und die Untersuchung, ob diese Informationen zu einander passen.
Wenn beispielsweise der Tourist sagt, er habe seinen ,,Bigfoot” bei einer Wanderung um die Mittagszeit herum gesehen und jemand schreibt später, der Tourist habe den Bigfoot in der Abenddämmerung fotografiert, dann kann dies nicht stimmen. Denn die Lichtverhältnisse von Dämmerung und hellem Nachmittag sind in der Regel auch im Wald recht gut zu unterscheiden und ein Dämmerungsbild wäre deutlich dunkler als ein Bild vom hellen Mittag.
Die gesammelten Informationen, die direkt mit dem Ereignis zu tun haben, müssen zu einander passen! Ist dies nicht der Fall, sollte man die Geschichte skeptisch betrachten.
Sind die direkten Informationen auf einander abgestimmt, sollte man nun nach Begleitumständen suchen, die zu einer ganz logischen Erklärung führen.
Im Beispielfall bedeutet das, dass man etwa auf die Homepage der Stadt oder das örtliche Branchenverzeichnis geht und sich dort ein wenig informiert. Findet man dort zum Beispiel einen Laden, der Autos verkauft und den Wahlspruch hat:,, Sogar Bigfoot kauft bei uns!”, dann hat man einen deutlichen Hinweis darauf gefunden, dass es sich lediglich um eine Werbefigur auf dem ,,Bigfootbild” des Touristen handelt. Weiterhin könnte man Hinweise auf Ort und Zeitpunkt von Werbeaktionen suchen. Findet man nun heraus, dass am 24.8.2005, dem Tag, an welchem der Tourist seine Begegnung hatte, der ,,Bigfoot” sich gerade im Autohaus aufgehalten und die Wagen begutachtet hat, ist die Sache sehr wahrscheinlich ein Fake.
Ob unbeabsichtigt oder beabsichtigt, ist am Schwierigsten herauszubekommen, zuegeben. Dabei muss man kreativ sein. Die einfachste Methode wäre hier, direkt mit dem Autohaus Kontakt aufzunehmen und die Sache zu klären. Oder man kontaktiert die örtliche Zeitung. Es gibt viele Möglichkeiten und oft wird sich schon bei der Spurensuche herausstellen, ob man es mit einem absichtlichen oder einem unabsichtlichen Fake zu tun hat.
Wir sehen also, dass hinter einem Fake nicht unbedingt eine Täuschungsabsicht stehen muss. Also, Augen auf und alle Sinne dazu ;).
In der nächsten Ausgabe werde ich mich mit ,,echten” Fakes der Kategorie 3 befassen.
- Wiederaufnahme der Arbeit
Moin moin,
liebe Leser, ich wollte euch nur kurz drüber informieren, dass das Fakeblog die Arbeit bald wieder aufnehmen wird.
Bis bald ;)!
- Pause
Moin moin,
ich wollte alle Leser dieses Blogs nur kurz informieren, dass ich zwar gerade an einem neuen Artikel arbeite, diesen allerdings erst nächsten Monat einstellen werde.
Befinde mich momentan im Prüfungsstreß, daher werde ich für diesen Zeitraum eine kleine Pause einlegen.
Dieses Blog über Fakes aus dem Bereich Kryptozoologie wird aber auf jeden Fall weitergeführt, keine Sorge!
Bis bald =)
- Das Riesenschwein von Pickensville, Alabama
Hallo hallo, wie üblich ist es mit meinem Artikel mal wieder später geworden als angekündigt :P!
Sorry dafür und nun schnell zum eigentlichen Artikel:
Die Story: Am 3.5.2007 war der 11-jährige Jamison Stone mit seinem Vater Mike Stone sowie einigen Führern in der Lost Creek Plantation unterwegs, einem privaten Jagdgebiet in Alabama. Auf dem Jagdausflug hatten sie wohl auf irgendein beeindruckendes Wild gehofft, welcher Jäger tut das nicht und schließlich war ihnen das Glück hold. Sie trafen auf einen riesigen Eber mit einer Länge von 2, 80 Meter und einem Gewicht von 477 Kilogramm. Heldenhaft gelang es dem mit einem Smith & Wesson-Revolver Kaliber 50. bewaffneten Jamison Stone, das Tier mit 8 Schüssen schwer zu verwunden, danach 3 Stunden lang zu verfolgen und schließlich mit einem genauen Blattschuss zu töten. In Jägerkreisen wurde der Junge gefeiert, auch andere Leute waren sehr beeindruckt. So weit so gut (man wird meine Ironie schon bemerkt haben), gäbe es da nicht einige Unstimmigkeiten an der Geschichte sowie an den ,,Beweisphotos”:
Zuerst einmal Unstimmigkeiten an der ganzen Geschichte: Es gibt zwar viele Amerikaner, die auf Waffen und auf Jagd stehen, aber:
Kein vernünftiger Jäger jagt mit einem Revolver, wie mir selbst von einem Jäger bestätigt wurde. Diese Faustfeuerwaffen werden zwar durchaus mitgeführt, aber normalerweise nur, um einen vorangegangenen Fehlschuss wieder gut zu machen, in dem man aus der Nähe einen sicheren Todesschuss setzt oder um sich gegen angreifende Tiere aus der Nähe zu verteidigen. Ein Revolver als tatsächliche Jagdwaffe ist an Sich schon sehr ungewöhnlich. Sodann wäre da die Behauptung, dass ein 11-jähriger Junge hintereinander 8 Schüsse des 50er Kalibers abgegeben haben soll, mit einem Revolver, der ungeladen schon ca. 2,5 Kilo wiegt. Solch ein schweres Gerät ist selbst für erwachsene Männer nicht einfach zu handhaben, rechnet man dazu den gewaltigen Rückstoß, verstärkt durch mehrmaliges direkt auf einander folgendes Feuern, den ein solches Kaliber verursacht, erscheint es mehr als unglaubwürdig, dass ein kleiner Junge dies bewerkstelligt haben soll. Wer im nächsten Schützenverein nachfragt, wird die Vermutung sicherlich bestätigt finden, dass die Geschichte so nicht stimmen kann.
Aber gut, nehmen wir mal an, der Junge ist einer von der ganz kräftigen Sorte, schließlich jagt er ja laut Berichten bei Spiegel-Online schon mindestens seit seinem 5. Lebensjahr.
Kommen wir nun zur Betrachtung der Bilder, entnommen von der Seite http://www.monsterpig.com/:
Richten wir unsere Augen zuerst einmal nicht auf das fette Schwein im Vordergrund, sondern sehen wir uns die Umgebung an.
Laut Geschichte wurde es nach 3-stündiger Hatz (mit immerhin 8 Kugeln im Leib) schließlich in einem ausgetrockneten Bachbett gestellt und getötet. Da ein Jäger natürlich nicht lange wartet, um sich mit seiner Trophäe ablichten zu lassen und ein 477 Kilo schweres Vieh nicht einfach in den Wald an eine passendere Stelle gezerrt werden kann, sollte man meinen, dass das Bild im Flussbett aufgenommen wurde.
Unpassenderweise kann man aber weder Kies noch Sand, Steine oder trockenen Schlamm erkennen, was auf ein ausgetrocknetes Flussbett hinweist, der Grund ist eindeutig Waldboden.
Besonders auffällig ist ebenfalls, dass mehrere Merkmale der Hintergründe beider Bilder nicht übereinstimmen, obwohl sie die gleiche Szene zeigen.
Am meisten springt bei genauerer Betrachtung der schlanke Baum direkt hinter Schwein und Junge ins Auge. Nicht nur, dass er einmal etwa hinter dem Nacken zu sehen ist und ein zweites Mal fast unterhalb der Schultern, es wurde offensichtlich retuschiert. Auf Bild 1 besitzt der Baum eine deutliche Narbe bis hinter das Schwein hinab. Auf Bild 2, welches genau die gleiche Frontansicht zeigt, ist diese Narbe seltsamerweise viel kürzer.
Ich denke, ich muss nicht weiterschreiben, nur noch kurz ein paar Worte zur gewaltigen Größe des Schweines. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, entweder wurde der Junge hineinretuschiert, was als wahrscheinlicher gilt, da auch der Pixelverlauf zwischen Schwein und Jungen nicht korrekt ist oder er wurde schlicht so photografiert, dass der Junge sehr im Hintergrund steht und so das Schwein viel größer wirkt als normal.
Wie jedoch bereits erwähnt, es ist sehr wahrscheinlich, dass die Aufnahmen digital bearbeitet wurden.
Interessanterweise stellte sich zusätzlich noch ein paar Wochen später heraus, dass es sich bei dem Schwein nicht um einen großen, wilden Eber handelte, sondern um ein ehemaliges Hausschwein handelte, welches vor wenigen Tagen erst ausgesetzt worden war.
Kurz und knapp: Zwar gibt es riesige Schweine, besonders Mischlinge, jedoch handelt es sich hier höchstwahrscheinlich um einen Fake!
- Nächster Fake-Das amerikanische Riesenschwein
Moin moin, auch wenn es schon Nachmittag ist =) !
Dieses Wochenende wird die Besprechung des nächsten Fakes erscheinen, dieses Mal habe ich mich für den bekannten und viel diskutierten Fake eines amerikanischen Riesenschweins entschieden, welches angeblich von einem kleinen Jungen mit einer Art Jagdrevolver erlegt wurde.
Ein recht populärer und interessanter Fake (von der Technik her), der sicher nicht in der Fakeliste fehlen sollte.
An dieser Stelle möchte ich ich auch nochmal für die langsame Aktualisierung entschuldigen, aber es gibt immer viel zu tun.
Deshalb freue ich mich auch immer über die Beiträge des Kollegen Whip, Lob an ihn, sowie die Hinweise, die ab und an eintrudeln.
Also, bis zum nächsten Fake, freut euch schon mal drauf.
- Arabischer Chupacabra
Hallo hallo, aus dem unersättlichen Gebiet der Chupacabra-Fakes ist ein neuer aufgestiegen, der arabische Chupacabra:
Auf der Website wird er zwar einfach nur als ,,strange animal” bezeichnet, aber das Video ist doch schon an einigen Stellen als arabische Version des Chupacabra zu finden. Tatsächlich handelt es sich hierbei jedoch höchstwahrscheinlich um einen so genannten Honigdachs, welcher lediglich kein Fell mehr besitzt. Möglicherweise verloren durch Krankheit oder absichtliches Entfernen, um das Tier unkenntlicher zu machen. Die Fellrasur ist eine sehr häufige Faketechnik. Zwar kann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ein Honigdachs festgestellt werden, aber Körperbau, Kopfform und Gebiss sprechen eindeutig dafür. Das Verbreitungsgebiet passt ebenso gut ins Bild.
Für weitere Informationen empfehle ich an dieser Stelle den entsprechenden Wikipedia-Artikel, da meine Zeit leider etwas knapp bemessen ist.
Einen schönen Tag noch
- Türkischer Kobold
Vor ein paar Wochen ist ein weiteres Bild aufgetaucht, welches Millionenfach per Handy und E-Mail verschickt wurde. Die Geschichte lautet in etwa so, dass in der Türkei ein Mann vom rechten Glauben abgefallen sei, worauf er und seine Familie von einem bösartigen kleinen Monster oder Kobold tyrannisiert wird. In einigen Versionen ist sogar von Todesopfern im Umkreis der Familie und den Kindern die Rede. Verzweifelt soll sich der Mann an Spezialisten gewandt haben, welche das Wesen schließlich in die Enge treiben und fotografieren konnten.Wer nicht selbst von einem solchen Wesen heimgesucht werden möchte, solle dieses Bild und die Warnung an mindestens 5 weitere Menschen weitersenden, um seinen wahren Glauben zu zeigen.
Dabei ist das nebenstehende Bild natürlich der entsprechende Aufmacher.
Obwohl gerade bei Jugendlichen dieser Geschichte geglaubt wird, handelt es sich dennoch um einen schlechten Scherz. Das Wesen auf dem Bild ist eine weitere Skulptur der australischen Künstlerin Patricia Piccinini, welche auf solch skurilen Plastiken spezialisiert ist.
Die Geschichte zum Bild selbst ist nach dem typischen Muster einer Kettenmail aufgebaut, die mit den Ängsten der Menschen zu spielen versucht.
- Kryptozoologie.net
Liebe Leserinnen und Leser,
wie sicher viele mitbekommen haben, wurde der Verein für kryptozoologische Forschungen aufgelöst. Dieser Schritt wurde leider notwendig, da die ganze Arbeit nur durch ein paar wenige engagierte Mitglieder gemacht wurde, während über 90% der Mitglieder untätig blieben. Ein enormes Hindernis in der Umsetzung der Zielsetzung des Vereins selbst. Dies hatte sich schon seit langem abgezeichnet, so dass sich der Vorstand des Vereins nach der letzten Jahresabrechnung entschlossen hatte, den Verein endgültig aufzulösen.
Vor allem wurde aber beschlossen, die aktiven Posten von den inaktiven Bereichen abzutrennen, um diese getrennt vom Verein weiterführen zu können, wobei einige der ehemaligen aktiven Mitglieder weiterhin mitwirken.
So bleibt das Magazin Der Fährtenleser als auch die Themenreihe der KryptoFiction bestehen, da diese direkt zur Twilight-Line GbR gehören. Eine schwere Entscheidung war jedoch, ob wir das Forum ebenfalls weiterführen sollten. Nach reiflicher Überlegung und Gesprächen kamen wir zu dem Schluß, dass Forum des ehemaligen Vereins auch auszugliedern und weiterzuführen, was durch eine Angliederung an die kryptozoologischen Projekte der Twilight-Line ermöglicht wurde. Somit bleibt auch das bisherige Forum in leicht geänderter Form bestehen. Aus dem ehemaligen Vereinsforum wurde das Kryptozoologie-Forum des Kryptozoologie.net.
Auf der anderen Seite werden die restlichen Portale des ehemaligen Vereins (Artikel-Archiv, KryptoKids, Lexikon, usw.) nicht mehr weitergeführt und bleiben nur noch als Nachschlagewerke ohne Support bestehen.
Jetzt wird man sich sicher fragen, was dies alles mit diesem Weblog zu tun haben soll. Zum einen unterstütze ich das Weblog auch weiterhin, zum anderen habe ich ein paar Beiträge mit beigesteuert und werde dies auch in Zukunft tun, völlig unabhängig vom ehemaligen Verein. Denn ich persönlich bleibe auch weiterhin der Thematik der Kryptozoologie erhalten und werde hier auch entsprechend weiterarbeiten - halt eben ohne den Verein im Rücken.
Also, lassen wir die Vergangenheit ruhen und stürzen uns auf die Zukunft.
- Faketechnik: ,,Geisterfotografie”
Hallo hallo,
bevor ich zum eigentlichen Artikel komme, möchte ich noch mein Bedauern über die Auflösung des VKF bekunden. Damit ist eine der wenigen wirklich seriösen deutschsprachigen Addressen im Bereich der Kryptozoologie wieder einmal verschwunden, was ich äußerst Schade finde, denn im VKF und seinem Umfeld gab es eine Menge Wissen über Kryptozoologie und viele andere wichtige Punkte aus dem weiteren Themenkreis über Kryptide.
Glücklicherweise ist dieses Wissen durch die enge Zusammenarbeit mit Kryptozoologie-online nicht völlig verloren, viele Mitglieder des VKF sind im dortigen Forum mit ihrem Fachwissen über Kryptide weiter zu finden. Daher empfehle ich bis auf weiteres dieses Forum jedem an der Kryptozoologie interessierten!
Nun zum Hauptartikel:
Heute wird es um eine Faketechnik gehen, die ich für die Lösung einiger Fakes des Chupacabras, des Jersey Devils und weiterer Kryptidenfälschungen halte.
Auch wenn der Name etwas irreführend sein mag, hat jene Technik nichts mit übernatürlichen Phänomenen zu tun, genauso wenig wie dieses Blog. Vielmehr ist mir diese Bezeichnung spontan in den Sinn gekommen, als ich vor einigen Jahren auf sie traf und selbst testete, möglicherweise ist sie schon unter anderen Namen bekannt oder besitzt keine spezielle Bezeichnung, doch spielt dies keine größere Rolle.
Die Geisterfotografie wird mit Hilfe einer herkömmlichen, analogen Fotokamera durchgeführt, ohne ein retuschieren oder sonstiges bearbeiten der Bilder am PC, was immer verräterische Spuren hinterlassen würde. Mit einer Digitalkamera ist sie nicht durchführbar.
Der Grund für diese vielleicht etwas überraschend klingende Tatsache, würde man doch gerade in Digitalkameras hervorragende Hilfsmittel für Fälschungen sehen, liegt in der unterschiedlichen, spezifischen Funktionsweise beider Kameras.
Es würde zu weit führen, auf die genaue Technik der unterschiedlichen Kameras einzugehen, daher werde ich mich auf die für die Faketechnik interessanten Teile beschränken: Betätigt man bei einer analogen Kamera den Auslöser, wird das vom zu fotografierenden Gegenstand reflektierte Licht (nur durch Lichtreflexion können wir überhaupt Gegenstände sehen) von der Kameralinse eingefangen und auf den Lichtempfindlichen Film im Innern der Kamera projiziert, wo es quasi ,,gespeichert” wird. Entweder automatisch oder durch den Fotografen wird das Filmband über eine entsprechende Mechanik weitergezogen, so dass ein neues, noch unbelichtetes Feld für das nächste Bild zur Verfügung steht. Man merke an dieser Stelle: Die Kamera ,,erkennt” kein benutztes Feld, da die Bilder keine Unterscheidungsmerkmale erhalten. Dieser Umstand wird später wichtig!
Bei einer Digitalkamera funktioniert die Aufnahme eines Bildes ähnlich, Licht von zu fotografierenden Gegenständen trifft auf lichtempfindliches Material im Innern der Digitalkamera. Der wichtige Unterschied besteht jedoch darin, dass bei Digitalkameras die Bildinformationen nicht auf einem Filmband gespeichert werden, sondern auf einem internen oder externen Speichermedium in unterschiedlichen Formaten (besonders häufig JPEG, JPG, BMP). Die Digitalkamera unterscheidet auf Grund ihrer Software die einzelnen Bilder dadurch, dass sie ihnen spezifische Namen erteilt (IMG1.jpeg; IMG2.jpeg; IMG3.jpeg). Vermutlich soll dies dem einfacheren Speichern und identifizieren der Bilder durch den Benutzer dienen. Der springende Punkt ist, dass keine Doppelbenennung möglich ist, automatisch durch die Kamera überhaupt nicht, beim manuellen Versuch durch einen Benutzer erscheint eine Fehlermeldung. Die Logik der Software lässt den Vorgang nicht zu-was bedeutet:
Auf einer Digitalkamera oder einem PC ohne Hilfsmittel zur Bildbearbeitung ist es nicht machbar, zwei einzelne Bilder übereinander zu legen, wobei Bildbearbeitungsprogramme immer Spuren hinterlassen.
Wir erinnern uns: Bei Analogkameras gibt es keinen Unterschied zwischen den Bildern, höchstens besteht der Unterschied, dass ältere Bilder weiter hinten auf dem Filmband zu finden sind, neuere weiter vorne. Ist man mit dem Fotografieren fertig oder der Film voll, muss das Filmband zurückgerollt werden, manuelle oder über die Auslösung einer automatischen Rückholfunktion.
Hier beginnt es, richtig interessant zu werden: Normalerweise würde man den Film bis ganz zum Anfang zurückdrehen, aber dies ist nicht immer unausweichlich! Wenn man ein wenig Fingerspitzengefühl besitzt, gelingt es, den Film lediglich so weit zurückzudrehen, dass das erste, ehemals freie, Feld des Filmes wieder unter der Linse liegt (oder das sonst gewünschte Bild). Wie gesagt, da es keine spezifischen Erkennungsmerkmale besitzt, verhält sich die analoge Kamera genauso, als ob ein neuer Film eingelegt wäre.
Das bedeutet, dass bei erneuter Betätigung des Auslösers das neue Bild ÜBER dem alten abgebildet wird. Das neue Bild fügt sich nahtlos in das alte Bild ein, ohne verräterische Pixelfehler oder ähnliches. Seltsam wird es natürlich nur, wenn auf dem ersten Bild beispielsweise eine Garagentür abgebildet ist und auf dem zweiten ein Hund, quasi ein Hund im Garagentor =).
Für den klugen Faker ist es auf diese Weise möglich, ohne Spuren, die normalerweise bei der digitalen Bildbearbeitung auftreten, ihre Fakes in natürliche Umgebung einzubinden, seien es nun selbst gebastelte Objekte oder ungewöhnliche Fotos normaler Tiere.
Also, ich hoffe, ich konnte mal wieder helfen, Fälschungen auf die Spur zu kommen, tschau ^^!



