Es ist jetzt etwas mehr als ein halbes Jahr vorbei, seitdem die Dreharbeiten zur Reihe “Verborgene Wesen” endeten. Heute habe ich das erste Abschlußergebnis...
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Kryptozoologie ist die Studie der verborgenen Tierwelt.
Begleiten Sie uns auf den Spuren verborgener Lebewesen.
gestern wurde ich auf ein Interview mit Igor Burzev (Igor Burtsev, Igor Bourtsev) mit dem Titel Auf den Spuren des Yetiforschers aufmerksam, welches von den Grundzügen her wirklich interessant ist. Die Aussagen von Burtsev (oder hier Burzev) lasse ich an dieser Stelle einmal weitgehendst unkommentiert, denn dieser gibt einen interessanten Einblick in seine jahrzehntelange Forschungsarbeit. Allerdings möchte ich ein wenig mehr zu den verwendeten Begriffen im Interview anmerken, welche von der Autorin hier wohl aus unwissenheit der Thematik wild verwendet werden, obwohl wir hier eine klare Definition haben.
Der Begriff Schneemensch selbst ist eine reine Erfindung der Presse, beruhend auf den Funden von großen Spuren im Schnee des Himalayas. Durch die starke Verbreitung dieses Begriffes in den 1950er und 1960er Jahren hat sich dieser Begriff generell in der Öffentlichkeit eingebürgert und wird gerne verwendet – auch wenn die meisten Wildmenschen wohl eher nicht dauerhaft im Schnee leben. Aber dies ist eine andere Geschichte.
Burtsev gibt schließlich selbst die Antwort: ”
Der Kryptozoologe und Urvater der Hominoidenerforschung B.F. Porschnev bezeichnet ihn in seinem Buch von 1960 als „Relict Hominoid“, abgekürzt Homin.” In so weit korrekt, allerdings verwenden wir in der deutschen Sprache die Begriffe Relikthominoiden (bzw. Relikthominiden) und als Kurzbegriff die Bezeichnung Hominoiden und Hominiden. Hier hätte die Autorin besser nachforschen können.
Hierbei unterscheiden wir deutlich zwischen den Hominiden und Hominoiden. Und genau hier liegen die Feinheiten der Begriffe verborgen. Spricht man bei einem Kryptiden aus dem Bereich der Hominologie von einem Hominiden, so ist ein direkter Hinweis zu einem Menschen, einem direkten Vorfahren des Menschen (Hominini) oder einem Menschenaffen (Hominidae) gegeben. In der Regel wird man jedoch, wie im Falle des Bigfoot, Yeti, Alma, usw., keinen direkten Beweis für eine direkte Verwandtschaft mit dem Menschen oder Menschenaffen besitzen, was diese natürlich nur als Menschenartige oder Menschenähnliche (Hominoide) und zur Obergruppe der Hominoidae zählenden Wesen deklariert. Mehr dazu auch hier: Hominiden und Hominoiden
Im Interview fällt sehr oft der Begriff Yeti, welcher sehr oft Verwendung findet, allerdings im Kontext völlig falsch am Platze ist. Der Yeti ist ein mythologisches Wesen aus dem Himalayagebirge, wobei es nicht nur den Yeti gibt, sondern die Einheimischen in ihrer Mythologie mindestens 3 verschiedene Formen des Yeti kennen.
Die ebenfalls oft verwendete Bezeichnung Bigfoot ist ebenfalls falsch. Der Bigfoot ist ein großes, hominoides Wesen aus den Wäldern und Gebirgen Nordamerikas und ist quasi das kryptide Gegenstück zu den NAPES. Hierbei ist der Name Bigfoot auch nur kategorisierend, da diese Hominoiden je nach Region und Bevölkerungsgruppe andere Eigennamen besitzen und vermutlich auf einen großen Primaten (z.B. Gigantopithecus, Neo-Gorillas) hindeuten.
In Mitteleuropa kennen wir die Wildmenschen als Obergruppe (Wilde Männer, Wodewose, usw.), welche als bis ins späte Mittelalter hinein überlebende Relikthominoiden (z.B. Neandertaler, Australopithecinen) oder verwilderte Menschen (Feral Children) darstellen.
In Osteuropa bis hin nach Sibirien lautet die Oberbezeichnung Almasty (auch Alma, Almasti), wobei auch hier gilt, dass der Name rein kategorisierend gilt und je nach Region und Bevölkerungsgruppe diverse Eigennamen besitzt. In der Regel geht man davon aus, dass es sich um bis heute überlebende Relikthominoiden (Neandertaler, Australopithecinen) oder verwilderte Menschen handelt.
Das Phänomen der Hominiden und Hominoiden tritt mit Ausnahme der Antarktis weltweit auf. Daher sollten sich diverse Autoren bitte vorab besser über die Hintergründe informieren und auch die korrekten deutschen Begriffe verwenden. Und zur Thematik gibt es auch eine Menge informativer Literatur in deutscher Sprache, wo man dies entsprechend nachschlagen kann. Einige Beispiele sind hier aufgeführt:
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