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	<title>Kryptozoologie.net &#187; Zoologie</title>
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	<description>Kryptozoologie und artverwandte Themen</description>
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		<title>Rote Wegschnecken wieder unterwegs</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 21:32:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rote Nacktschnecken (auch Rote Wegschnecke genannt, Arion rufus) sind ausgestreckt 12 bis 15 cm lang, in Ausnahmefällen auch bis 20 cm. Wochenlang haben diese faszinierenden Wirbellosen versteckt gelebt und kamen höchstens in der Nacht hervor, was bei den Außentemperaturen von weit über 30°C nicht weiter verwundert. Nach dem Regen der letzten Tage kommen diese zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rote Nacktschnecken (auch <em>Rote Wegschnecke</em> genannt, <em>Arion rufus</em>) sind ausgestreckt 12 bis 15 cm lang, in Ausnahmefällen auch bis 20 cm.  Wochenlang haben diese faszinierenden Wirbellosen versteckt gelebt und kamen höchstens in der Nacht hervor, was bei den Außentemperaturen von weit über 30°C nicht weiter verwundert. Nach dem Regen der letzten Tage kommen diese zu Tausenden aus ihren Verstecken im Wald. Ein wirklich faszinierender Anblick, auch wenn sich wohl viele Menschen vor diesen Schnecken ekeln. </p>
<p>Die Rote Wegschnecke ist durch die eingeschleppte <em>Spanische Wegschnecke</em> fast völlig aus dem Kulturland verdrängt worden und kommt heute nur noch in Wäldern und feuchten Wiesen vor.  Aufgrund ihrer Seltenheit steht die Art z. B. in Bayern auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere (Status: gefährdet) und darf auf keinen Fall mehr bekämpft werden.</p>
<p>Die Rote Wegschnecke ist wie alle Landlungenschnecken ein Zwitter. In der Regel befruchten sie sich gegenseitig. Das Paarungsritual kann mehrere Stunden dauern. Die Tiere verschlingen sich ineinander. Dabei werden die Bildungsorgane der Spermien (Epiphallus) in die (weibliche) Geschlechtsöffnung des Partners eingeführt und die Spermatophoren innerlich übertragen. Im Körperinneren werden die eigenen Eizellen mit dem Sperma des Partners befruchtet. Einige Tage bis Wochen später legen die Schnecken unabhängig voneinander ihre bis zu 400 Eier in mehrere geschützte Gelege ab. Nach wenigen Wochen schlüpfen die Jungtiere und erreichen nach etwa drei Monaten die Geschlechtsreife. Rote Wegschnecken können ein Alter von bis zu drei Jahren erreichen.</p>
<p>Wie gesagt, nachdem die Hitzewelle der vergangenen Wochen durch den Regen abgelöst wurde, kommen diese im Wald hinter unserem Haus aus ihren Verstecken. Ich habe diese Gelegenheit genutzt, um ein paar nette Fotos dieser faszinierenden Wesen zu schießen.</p>
<p><center><br />
<a href="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/07/IMGP0091.jpg" target="_blank"><img border="0" src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/07/IMGP0091-225x300.jpg" alt="Rote Wegschnecke (Foto: Michael Schneider) " title="Rote Wegschnecke (Foto: Michael Schneider) " width="225" height="300" /></a>  <a href="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/07/IMGP0099.jpg" target="_blank"><img border="0" src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/07/IMGP0099-225x300.jpg" alt="Rote Wegschnecke (Foto: Michael Schneider) " title="Rote Wegschnecke (Foto: Michael Schneider) " width="225" height="300" /></a> </p>
<p></center></p>
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		<title>Leviathan melvillei</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 15:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sein Name könnte passender kaum sein: Leviathan melvillei, benannt nach den mythischen Meeresungeheuern und dem Schriftsteller Herman Melville. Dessen Romanfigur Kapitän Ahab hätte dieser Wal wohl noch viel mehr Probleme bereitet als Moby Dick. Doch Leviathan melvillei war keine Fiktion, sondern vor gut zwölf Millionen Jahren real. Diese Giganten, die während dem Miozän vor den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_703" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/07/leviathan_melvillei.jpg" alt="Leviathan melvillei  (Zeichnung: Nature)" title="Leviathan melvillei  (Zeichnung: Nature)" width="300" height="382" class="size-full wp-image-703" /><p class="wp-caption-text">  </p></div>Sein Name könnte passender kaum sein: <em>Leviathan melvillei</em>, benannt nach den mythischen Meeresungeheuern und dem Schriftsteller Herman Melville. Dessen Romanfigur Kapitän Ahab hätte dieser Wal wohl noch viel mehr Probleme bereitet als Moby Dick. Doch <em>Leviathan melvillei</em> war keine Fiktion, sondern vor gut zwölf Millionen Jahren real.</p>
<p>Diese Giganten, die während dem Miozän vor den Pazifikküsten Südamerikas lebten, wurden wahrscheinlich bis zu 17,5 Meter lang und waren zumindest indirekte Vorfahren der heutigen Pottwale. Ein internationales Forscherteam hat den ersten, zu drei Vierteln erhaltenen Schädel eines Exemplars untersucht und die Erstbeschreibung in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature veröffentlicht. Die Experten gruben das rund drei Meter lange Fossil im Pisco-Becken in Südperu, einer berühmten Fundstätte für prähistorische Meerestiere, aus.</p>
<p>Das Besondere an <em>Leviathan melvillei</em> sind jedoch nicht seine Maße, sondern ist sein Gebiss. Im Gegensatz zu den modernen Pottwalen trug Leviathan in beiden Kiefern Zähne &#8211; relativ wenige, aber dafür um so größere: Der längste misst mehr als 36 Zentimeter. Eine so ausgestattete Kreatur ernährte sich kaum von kleinen Beutetieren.</p>
<p>Der Fund schließt eine schon seit langer Zeit bestehende Wissenslücke: Immer wieder sind auf der ganzen Welt sehr große Zähne gefunden worden, die sich nicht den bekannten Arten zuordnen ließen. Einen solchen bargen Hobbyforscher vor einigen Jahren in Chile und stellten Fotos davon ins Internet. Der belgische Paläontologe Olivier Lambert und seine Kollegen waren fasziniert. &#8220;Das war der Beginn der Suche nach Leviathan melvillei&#8221;, sagt er.</p>
<p>Das Maul dieser urzeitlichen Pottwale trug das größte Raubtiergebiss aller bislang bekannten höheren Wirbeltiere. Der Schädel zeigt an den Schläfen erstaunlich tiefe Fossae. Dort waren höchstwahrscheinlich gewaltige Beißmuskeln untergebracht. Die Wissenschafter sind deshalb davon überzeugt, dass sich <em>Leviathan melvillei</em> nicht von Riesentintenfischen ernährte, wie das seine heutigen Verwandten, die Pottwale, tun. Die brauchen dafür keine massive Bezahnung und deutlich weniger Muskeln. Sie schlucken ihre vielarmige Beute praktisch ganz, ohne zu kauen.</p>
<p>Stattdessen machte Leviathan wohl Jagd auf andere Wale. Die gab es in seinem Lebensraum reichlich, im Pisco-Becken wurden bereits viele sehr gut erhaltene Fossilien von mehreren Bartenwal-Spezies und weiteren Meeressäugern gefunden. Die urzeitliche Artenvielfalt hatte ökologische Gründe. Auch damals zeichneten sich die peruanischen Küstengewässer offenbar durch eine besonders hohe Produktivität aus. Den nährstoffreichen Humboldt-Strom gab es anscheinend schon, meint Lambert, und daher jede Menge Plankton und Fisch.</p>
<p>Größere Wirbeltiere, darunter die Bartenwale, profitierten von diesem reich gedeckten Tisch. Sie wiederum dürften die Beute von <em>Leviathan melvillei</em> gewesen sein, am Ende der Nahrungskette. Allerdings waren die mächtigen Urpottwale nicht die alleinigen Jäger in diesem Gebiet. Im Pisco-Becken finden sich ebenfalls Überreste riesiger Raubhaie der Art <em>Carcharocles megalodon</em>.</p>
<p><small><br />
Quelle: Nature 466, 105-108 (1. July 2010) | doi:10.1038/nature09067  / <a href="http://derstandard.at/1277337107090/Leviathan-melvillei-Ahabs-wirklicher-Albtraum" title="Quelle">Standard</a><br />
Bildverzeichnis: Nature / C. Lettenneur (MNHN)</small></p>
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		<title>Java-Nashorn in Vietnam ausgestorben?</title>
		<link>http://www.kryptozoologie.net/beitrag/java-nashorn-in-vietnam-ausgestorben/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 09:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus) gehört zu den bedrohtesten Säugetieren überhaupt: Nur noch rund 50 Exemplare dieser eng mit dem indischen Panzernashorn verwandten Spezies leben noch auf der indonesischen Insel Java. Und anders als bei anderen vom Aussterben bedrohten Arten lebt derzeit weltweit kein einziges Java-Nashorn in Gefangenschaft. Früher war das bis zu drei Meter lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Java-Nashorn (<em>Rhinoceros sondaicus</em>) gehört zu den bedrohtesten Säugetieren überhaupt: Nur noch rund 50 Exemplare dieser eng mit dem indischen Panzernashorn verwandten Spezies leben noch auf der indonesischen Insel Java. Und anders als bei anderen vom Aussterben bedrohten Arten lebt derzeit weltweit kein einziges Java-Nashorn in Gefangenschaft.</p>
<p>Früher war das bis zu drei Meter lange und 1,8 Tonnen schwere Java-Nashorn über weite Gebiete Südostasiens verbreitet. Man glaubte längst, dass die Spezies auf dem Festland ausgestorben sei, als in den 1990ern eine Mini-Population im vietnamesischen Cat-Tien-Nationalpark entdeckt wurde &#8211; mit einer Bestandszahl vermutlich im einstelligen Bereich. Zuletzt sei ein lebendes Java-Nashorn dort vor zehn Jahren gesehen worden, sagte WWF-Sprecher Roland Gramling. Dass nun stattdessen das Skelett eines von Wilderern getöteten Exemplars entdeckt wurde, ist daher eine niederschmetternde Nachricht für Artenschützer.</p>
<p>Laut WWF ist es unklar, ob es nun überhaupt noch Java-Nashörner in Vietnam gibt. Eine Untersuchung von WWF und örtlichen Naturschutzbehörden habe ergeben, dass das Tier etwa Mitte Februar von Wilderern erschossen wurde. Das Horn sei herausgerissen worden, da diesem heilende Wirkungen nachgesagt werden; Haut und Kot werden ebenfalls verwertet. Zwar sei der Handel mit dem Horn verboten, aber der Schwarzmarkt floriere, erklärte der WWF.</p>
<p>Der WWF Österreich engagiert sich für den Schutz dieser Unterart, die die Bezeichnung <em>Rhinoceros sondaicus annamiticus</em> erhielt. Unter anderem wurde  eine Felderhebung durchgeführt, bei der mit Hilfe speziell trainierter Hunde der Dung der Nashörner aufgespürt wurde. Von diesen Spuren wurden Proben für DNA-Untersuchungen genommen, um die exakte Bestandszahl der Tiere zu bestimmen. Die genetischen Analysen laufen derzeit noch, mit Ergebnissen ist erst in den nächsten Monaten zu rechnen. Auch Gewebeproben des toten Tieres werden vom WWF an die Queen&#8217;s University in Kanada geschickt, um festzustellen ob Dungproben von dem gewilderten Tier stammen. &#8220;Erst dann wird man wissen, ob das gerade getötete Nashorn das Letzte seiner Art war&#8221;, sagt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. </p>
<p><small>Quelle: AFP</small></p>
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		<title>Seeungeheuer an Schwedens Küste</title>
		<link>http://www.kryptozoologie.net/beitrag/seeungeheuer-schweden-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 19:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wanderer Kurt Ove Eriksson hat an der schwedischen Küste einen äußerst seltenen Fund gemacht. Am Strand nahe des Dorfes Bovallstrand zwischen Göteborg und der norwegischen Grenze war ein drei Meter langer Riemenfisch (Regalecus sp.) gestrandet. Die Gattung Regalecus bringt mit bis zu zehn Metern die längsten Knochenfische der Welt hervor. Die Tiere werden nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_670" class="wp-caption alignright" style="width: 152px"><a href="http://www.svd.se/nyheter/inrikes/kurt-ove-hittade-monsterfisken-sillkungen_4700061.svd"><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/05/silkung-fakta_588077r-142x300.jpg" alt="Gefundener Riemenfisch  (Foto: (c) Havets Hus)" title="Gefundener Riemenfisch  (Foto: (c) Havets Hus)" width="142" height="300" class="size-medium wp-image-670" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Der Wanderer Kurt Ove Eriksson hat an der schwedischen Küste einen äußerst seltenen Fund gemacht. Am Strand nahe des Dorfes Bovallstrand zwischen Göteborg und der norwegischen Grenze war ein drei Meter langer Riemenfisch (<em>Regalecus sp</em>.) gestrandet.</p>
<p>Die Gattung <em>Regalecus</em> bringt mit bis zu zehn Metern die längsten Knochenfische der Welt hervor. Die Tiere werden nur äußerst selten lebend gesichtet und verbringen ihr Dasein unter normalen Umständen in großen Meerestiefen; wegen ihres Aussehens und ihrer Größe  gelten diese farbenprächtigen Fische als Ursprung der Legenden über riesige Seeschlangen. Ein  Riemenfisch war seit rund 130 Jahren in schwedischen Gewässern nicht mehr gesichtet worden, teilte das Meermuseum in Lysekil am Dienstag mit. </p>
<p>Der Riemenfisch (<em>Regalecus glesne</em>) ist ein bandförmiger, sehr langer Meeresfisch aus der Ordnung der Glanzfischartigen (<em>Lampriformes</em>). Im Guinness-Buch der Rekorde wird er als längster Knochenfisch geführt.  Er kommt weltweit in allen Ozeanen zwischen 72° nördlicher Breite und 52° südlicher Breite vor, auch im Mittelmeer. Sein Lebensraum reicht von 20 bis 1500 Metern Tiefe.</p>
<p>&#8220;Am Wasser lag ein großes Ding&#8221;, erzählte Entdecker Kurt Ove Eriksson der Zeitung <em>Svenska Dagbladet</em>. &#8220;Wir dachten erst, es sei ein großes Stück Plastik gewesen. Dann aber haben wir ein Auge gesehen.&#8221; Anschließend sei er zum Strand hinabgestiegen und habe &#8220;diesen außergewöhnlich langen Fisch&#8221; gesehen.</p>
<p><small>Quelle: APA</small></p>
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		<title>Ein Grauwal im Mittelmeer</title>
		<link>http://www.kryptozoologie.net/beitrag/grauwal-mittelmeer-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 12:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor der israelischen Mittelmeerküste findet sich diese Tage eine wahre Sensation. Der israelische Walforscher Dr. Aviad Scheinin vom Israel Marine Mammal Research &#038; Assistance Center (IMMRAC) konnte einen Grauwal sichten und photographisch dokumentieren. Am Morgen des 8. Mai wurde IMMRAC über einen Wal vor Herzliya Marina informiert. Das dreizehn Meter lange Tier wurde gesichtet und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/05/Grauwal.png" alt="Grauwal  (Zeichnung: Heike Pahlow)" title="Grauwal  (Zeichnung: Heike Pahlow)" width="453" height="129" class="alignright size-full wp-image-665" />Vor der israelischen Mittelmeerküste findet sich diese Tage eine wahre Sensation. Der israelische Walforscher Dr. Aviad Scheinin vom <em>Israel Marine Mammal Research &#038; Assistance Center</em> (<a href="http://immrac.haifa.ac.il/" target="_blank" title="IMMRAC">IMMRAC</a>) konnte einen Grauwal sichten und photographisch dokumentieren.</p>
<p>Am Morgen des 8. Mai wurde IMMRAC über einen Wal vor Herzliya Marina informiert. Das dreizehn Meter lange Tier wurde gesichtet und zwei Stunden lang beobachtet. Bei den wiederholten Tauchgängen von jeweils drei bis fünf Minuten zeigte der Wal seine Fluke.  Während der Sichtung wurde angenommen, dass es sich um einen Pottwal handle. Die Größe, Hautfarbe und der Rückenhöcker als Finne mit den typischen kleinen Erhebungen auf dem Schwanzansatz des Tieres sprachen für einen Pottwal, der zwar im Mittelmeer vorkommt, aber von IMMRAC Mitarbeitern noch nie zuvor in dieser Region gesichtet wurde. Allerdings schien die Form des Kopfes nicht zu einem Pottwal zu passen. Wo war das Blasloch? Wie war der Kopf geformt?</p>
<p>Bei der Auswertung der Photos wurden die erhabenen Blaslöcher auf dem Kopf entdeckt und die Fluke erschien nun gar nicht mehr nach Pottwal. Die Haut war anders beschaffen und zeigte eine Verteilung von hellen Flecken, die so nur von einem Wal bekannt sind, der im Mittelmeer überhaupt nicht vorkommen dürfte.</p>
<p>Grauwale (<em>Eschrichtius robustus</em>) waren einst im Nordatlantik verbreitet. Er ist ein Bartenwal, der in arktischen bis warm-gemäßigten Gewässern lebt. Der Grauwal ist der einzige Vertreter der monotypischen Gattung <em>Eschrichtius</em> und wird in eine eigene Familie <em>Eschrichtidae</em> gestellt.  Grauwale erreichen eine Länge von 13 bis 15 Metern und ein Gewicht von 25 bis 34 Tonnen. Diese Wale sind schiefergrau bis dunkelgrau. Durch die massenhafte Besiedlung der Haut durch parasitische Krebstiere wie Seepocken und Walläuse erscheinen Grauwale auf Entfernung oft weiß gefleckt. Besonders häufig lassen sich Entenmuscheln auf dem Kopf und der Schwanzflosse des Grauwales nieder. Der Grauwal hat zwei Atemlöcher und kann den Blas bis zu vier Meter hoch ausstoßen. Das ausgestoßene Wasser-Luftgemisch steigt senkrecht nach oben und erscheint als herzförmige Nebelsäule.</p>
<p>Sie sind langsame Schwimmer und erreichen maximale Geschwindigkeiten von acht Kilometern pro Stunde. Gewöhnlich tauchen Grauwale vier bis fünf Minuten, bevor sie wieder auftauchen. Während sich die Wale an der Oberfläche aufhalten, vollführen sie oft Sprünge, bei denen sie mit Kopf und Oberkörper aus dem Wasser stoßen und sich dann wieder zurückfallen lassen.</p>
<p><div id="attachment_666" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/05/Grauwale.png" target="_blank"><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/05/Grauwale-300x138.png" alt="Verbreitungsgebiet der Grauwale  (Bild: Wiki Commons)" title="Verbreitungsgebiet der Grauwale  (Bild: Wiki Commons)" width="300" height="138" class="size-medium wp-image-666" /></a><p class="wp-caption-text">Verbreitungsgebiet der Grauwale</p></div>Grauwale leben heute nur noch im Pazifik, dabei wird eine westpazifische und eine ostpazifische Population unterschieden. Die einstmals im Atlantik lebenden Grauwale sind spätestens im 17. Jahrhundert ausgestorben. Diese atlantischen Grauwale lebten vor Spitzbergen, Grönland und Kanada sowie im Winter vermutlich vor Nordafrika.</p>
<p>Grauwale leben dauerhaft näher an den Küsten als jede andere Walart. Sie verbringen den Sommer in polaren Gewässern und ziehen im Winter südwärts. Die ostpazifische Population überwintert vor den Küsten von Kalifornien und Mexiko. Die Tiere des Westpazifik halten sich im Sommer vor Sibirien und um die Kamtschatka-Halbinsel auf. Den Winter verbringen sie vor Korea und Japan. Sie sind bekannt für ihre gewaltigen Wanderrouten. Sowohl an der pazifischen Westküste, als auch an der pazifischen Ostküste ziehen die Grauwalpopulationen jedes Jahr im Sommer in den arktischen Norden und zum Winter in äquatoriale Gewässer. Grauwale bevorzugen als “Grundfresser” flachere küstennahe Gewässer.</p>
<p>Haben eisfreie arktische Gewässer für eine neue Durchgangsroute in den Atlantik gesorgt? Oder kann ein Grauwal unbemerkt durch den Suezkanal schwimmen? </p>
<p><small>Quelle: IMMRAC / <a href="http://www.cetacea.de/news/2010/05/09/zoologische-sensation-grauwalsichtung-vor-israel/" target="_blank" title="Cetacea">Cetacea</a><br />
Bildquelle Grauwal: Heike Pahlow / <a href="http://www.wale.info/Grauwal" target="_blank" title="Wale.info">Wale.info</a></small></p>
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		<title>Mesonychoteuthis nur ein langsamer Beutegreifer?</title>
		<link>http://www.kryptozoologie.net/beitrag/mesonychoteuthis-nur-ein-langsamer-beutegreifer/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 09:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mesonychoteuthis hamiltoni (auch Koloss-Kalmar) lebt in den Gewässern der Antarktis. Sein Name bedeutet „Kalmar mit Mittelhaken“, in Anspielung auf die großen krallenförmigen Chitinhaken an seinen Tentakeln. Durch dessen Lebensraum ist nur sehr wenig über diesen Giganten der Meere bekannt und es gibt nur sehr wenige Beifänge von Fischern, welche jemals einen Mesonychoteuthis fangen konnten. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/05/kolosskalmar.gif" alt="Mesonychoteuthis hamiltoni   (Artwork nach Sitron)" title="Mesonychoteuthis hamiltoni   (Artwork nach Sitron)" width="210" height="300" class="alignright size-full wp-image-657" /><strong>Mesonychoteuthis hamiltoni</strong> (auch Koloss-Kalmar) lebt in den Gewässern der Antarktis. Sein Name bedeutet „Kalmar mit Mittelhaken“, in Anspielung auf die großen krallenförmigen Chitinhaken an seinen Tentakeln.  Durch dessen Lebensraum ist nur sehr wenig über diesen Giganten der Meere bekannt und es gibt nur sehr wenige Beifänge von Fischern, welche jemals einen <em>Mesonychoteuthis </em>fangen konnten. Die Spezies <em>Mesonychoteuthis </em>wurde 1925 zum ersten Mal entdeckt. Erst im April 2004 wurde der erste vollständige Fang eines 150 Kilogramm schweren weiblichen Jungtiers gemeldet. Den bislang spektakulärsten Fang meldeten neuseeländische Seehecht-Fischer am 22. Februar 2007. Vor der Küste der Antarktis zogen sie einen 4,2 Meter langen, 495 Kilogramm schweren, weiblichen <em>Mesonychoteuthis </em>aus dem Wasser, der sich in einer Fangleine für Seehechte verfangen hatte. Der Kalmar hat mit 27 cm Durchmesser die größten Augen, die jemals untersucht wurden. Das Tier wurde im neuseeländischen Nationalmuseum Te Papa untersucht und in einem Chemikalienbad konserviert.</p>
<p>Der Kopf mit den enorm großen Augen läuft in acht relativ kurze Fangarme und zwei an den Spitzen verdickte und mit großen Krallen versehene Tentakel aus. Wie bei allen Kalmaren ist die Haut sehr dünn und empfindlich, so dass sie leicht beschädigt werden kann. An frisch gefangenen Tieren, deren Haut größtenteils noch intakt war, konnte man dennoch sehen, dass die Haut dieser Tiere vorwiegend dunkelrosa gefärbt ist.</p>
<p><em>Mesonychoteuthis</em> ist ein Koloss unter den Kalmaren und erreicht eine Mantellänge von 2 bis möglicherweise 5 m, wohingegen der Riesenkalmar (<em>Architeuthis</em>) nur maximale Mantellängen von etwa 2,25 m erreicht. Dies bedeutet, dass sie zusammen mit den jeweils bis zu 8 m langen Tentakeln eine Gesamtlänge von bis zu 12 bis 14 m erreichen könnten. Auch Schnabel und Augen sind deutlich größer als jene bei den größten Architeuthis-Exemplaren.</p>
<p>Der Mantel des <em>Mesonychoteuthis</em> ist äußerst kompakt und läuft relativ abrupt spindelförmig aus. Die am hinteren Teil des Mantels liegenden Flossen sind sehr groß und kräftig, und weisen ihn als einen schnellen Schwimmer aus. So geht man davon aus, dass dieser Kalmar seine Beute aggressiv angreift und überwältigt, wobei dieser seine scharfen Krallen an den Tentakeln einsetzt.</p>
<p>Doch genau dies scheint einer neuen Studie aus Portugal nicht die wahre Natur des <em>Mesonychoteuthis</em> zu sein.  Der Meeresbiologe Dr. Rui Rosa von der Universität Lissabon meldet Zweifel an der Vorstellung des schnellen Jägers. Er und sein Team veröffentlichten in Absprache mit Dr. Brad Seibel der <em>University of Rhode Island</em> (USA) diese Ergebnisse im <em>Journal of the Marine Biological Association</em> (JMBA).  </p>
<p>Laut seiner Einschätzung ist <em>Mesonychoteuthis</em> eher ein lauernder Beutegreifer, anstelle des schnellen und flinken Jägers. Da bislang kein lebendes Exemplar in seiner natürlichen Umgebung und Bewegung beobachtet werden konnte, verwendeten die Forscher Daten der Stoffwechselrate anderer Tiefseekalmare, rechneten diese Werte auf die Größe des <em>Mesonychoteuthis</em> um und bezogen hierbei die kalten Temperaturen des antarktischen Ozeans ein.</p>
<p>&#8220;In unserer Studie präsentieren wir erstmals Schätzungen über metabolische und energetische Anforderungen, die der Körper dieses Tiefsee-Giganten stellt&#8221;, so der Meeresbiologe.  Als Schlussfolgerung ihrer Analyse zeichnen die Forscher um Dr. Rosa nun ein gänzlich neues Bild von <em>Mesonychoteuthis</em>: &#8220;Es handelt sich nicht um gierige Räuber, die zur Hochgeschwindigkeitsjagd fähig sind. Vielmehr ist anzunehmen, dass die Tiere meist ruhig im Wasser treiben und die Haken an ihren Tentakeln dazu verwenden, um Beute, die sich den Kalmaren nähert, zu greifen.&#8221;</p>
<p>Die Studie zeige, das <em>Mesonychoteuthis</em> sich wahrscheinlich lediglich von einer relativ kleinen Gruppe von Fischen ernähren und täglich 300 bis 600 Mal weniger Energie benötigen, als große Jäger in den oberflächennahen Bereichen. Demnach könne sich ein bis zu 500 Kilogramm schwerer <em>Mesonychoteuthis</em> von nur fünf Kilo Fisch 200 Tage lang ernähren, da die kalte Umgebung im antarktischen Ozean die Stoffwechselrate der Kalmare beeinflusst.</p>
<p>In wie weit sich diese neue Studie tatsächlich mit dem Verhalten von <em>Mesonychoteuthis</em> deckt bleibt abzuwarten, zum <em>Mesonychoteuthis</em> mit seinen großen Flossen in der Tat beste Vorraussetzungen für einen flinken Jäger erfüllt.  Letztendlich fehlen für beide Thesen entsprechende Beweise.</p>
<p><small>Quelle: <a href="http://news.bbc.co.uk/earth/hi/earth_news/newsid_8664000/8664542.stm" title="BBC" target="_blank">BBC</a></small></p>
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		<title>3 Arten von Schwertwalen</title>
		<link>http://www.kryptozoologie.net/beitrag/3-schwertwale-2010/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 17:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meerestiere]]></category>
		<category><![CDATA[Wale]]></category>
		<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
		<category><![CDATA[Arten]]></category>
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		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Meeresbiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Orca]]></category>
		<category><![CDATA[Schwertwale]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie bereits schon länger vermutet, scheint sich nun zu bestätigen, dass es statt einer gleich drei Arten von Schwertwalen (Orcinus orca) gibt. Die schwarz-weiß-gefleckten Tiere dürften nach neuesten Genanalysen in mindestens drei verschiedene Arten (oder genauer Ökotypen) vorkommen, die seit mehr als 150.000 Jahren keinen Kontakt mehr miteinander haben. Eine Gruppe von Meeresbiologen um Phillip [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie bereits schon länger <a href="http://www.kryptozoologie.net/forum/ikonboard.cgi?act=ST;f=16;t=1365" title="Artikel von 2008">vermutet</a>, scheint sich nun zu bestätigen, dass es statt einer gleich drei Arten von Schwertwalen (<em>Orcinus orca</em>) gibt.</p>
<p>Die schwarz-weiß-gefleckten Tiere dürften nach neuesten Genanalysen in mindestens drei verschiedene Arten (oder genauer Ökotypen) vorkommen, die seit mehr als 150.000 Jahren keinen Kontakt mehr miteinander haben.</p>
<p>Eine Gruppe von Meeresbiologen um Phillip Morin untersuchten Gewebeproben von 139 Schwertwalen aus Nordatlantik, Nordpazifik und Südpolarmeer. Anders als frühere Analysen, die nur Teile der mitochondrialen DNA verglichen, werteten sie die gesamte DNA in den Mitochondrien aus und stellten klare Unterschiede fest, wie sie in &#8220;Genome Research&#8221; (22.4.2010) berichten.</p>
<ul>
<li>Der <em>Ökotyp A</em> aus dem Atlantik, der auf hoher See lebt und primär andere Wale verfolgt und jagt.</li>
<li><em>Ökotyp B</em>, dessen Augenfleck mehrere Graustufen anstelle eines reinen Weiß zeigt, jagt im antarktischen Packeis nach Robben.</li>
<li><em>Ökotyp C</em> hat einen viel kleineren Augenfleck und ernährt sich hauptsächlich von Fischen.</li>
</ul>
<p><center><br />
<div id="attachment_646" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/04/a.jpg" alt="Orca des Ökotypus A  (Foto: NOAA)" title="Orca des Ökotypus A  (Foto: NOAA)" width="300" height="147" class="size-full wp-image-646" /><p class="wp-caption-text"> </p></div><br />
Orca des Ökotypus A</p>
<p><div id="attachment_647" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/04/b.jpg" alt="Orca des Ökotypus B   (Foto NOAA)" title="Orca des Ökotypus B   (Foto NOAA)" width="300" height="136" class="size-full wp-image-647" /><p class="wp-caption-text"> </p></div><br />
Orca des Ökotypus B </p>
<p><div id="attachment_648" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/04/c-wal.jpg" alt="Orca des Ökotypus C   (Foto: NOAA)" title="Orca des Ökotypus C   (Foto: NOAA)" width="300" height="163" class="size-full wp-image-648" /><p class="wp-caption-text"> </p></div><br />
Orca des Ökotypus C</p>
<p></center></p>
<ul>
</ul>
<p><small>Quelle: <a href="http://genome.cshlp.org/content/early/2010/04/15/gr.102954.109.abstract" title="Quelle" target="_blank">Genome Research</a></small></p>
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		<title>Neuer Blutegel befällt Schleimhäute</title>
		<link>http://www.kryptozoologie.net/beitrag/neuer-blutegel-befallt-schleimhaute/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 22:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuentdeckungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirbellose]]></category>
		<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
		<category><![CDATA[Blutegel]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
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		<description><![CDATA[Wissenschafter um Mark E. Siddall vom Amerikanischen Naturkundemuseum in New York entdeckten in Peru eine bislang unbekannte Art von Blutegeln mit einigen ungewöhnlichen Eigenschaften. Als Hommage an einen anderen kräftigen Beißer gaben sie ihr den Namen Tyrannobdella rex und beschreiben sie im Wissenschaftsjournal PLoS One. Tyrannobdella rex ist im Vergleich zum auch in Europa vorkommenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschafter um Mark E. Siddall vom Amerikanischen Naturkundemuseum in New York entdeckten in Peru eine bislang unbekannte Art von Blutegeln mit einigen ungewöhnlichen Eigenschaften. Als Hommage an einen anderen kräftigen Beißer gaben sie ihr den Namen <em>Tyrannobdella rex</em> und beschreiben sie im Wissenschaftsjournal <a href="http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0010057" title="Abstract" target="_blank">PLoS One</a>.</p>
<p><em>Tyrannobdella rex</em> ist im Vergleich zum auch in Europa vorkommenden Blutegel (<em>Hirudo medicinalis</em>) nicht übermäßig groß, zeichnet sich aber durch besonders kräftige, bis zu 130 Mikrometer lange Zähne aus, mit denen beißt er sich mit Vorliebe durch die Schleimhäute von Mund und Nase, um sich mit Blut vollzusaugen.</p>
<p>Bekannt wurden mehrere Fälle, in denen der Egel den Nasen-Rachenraum von Menschen befiel. So sei einem sechsjährigen Jungen ein 25 Millimeter langer Egel aus dem rechten Nasenloch gezogen worden. Noch schlimmer habe es eine Neunjährige getroffen, die über Kopfschmerzen klagte und deren Eltern in der Nase des Mädchens eine sich windende schwarze Masse beobachtet hatten. Ein Arzt entfernte schließlich einen sieben Zentimeter langen Blutegel aus der Nase. Dort habe sie schon seit zwei Wochen &#8220;etwas Gleitendes&#8221; gespürt, habe das Mädchen berichtet.</p>
<p>Die in Europa bekannten Blutegel saugen sich meist irgendwo am Körper von Säugetieren fest, um dann die Haut mit Hilfe eines Schmerzmittels in ihrem Speichel schmerzfrei aufzubeißen. Mit ihren Zähnen durchdringen sie selbst Rinderhaut in wenigen Sekunden. Ein Egel kann dann bis zum Fünffachen seines Körpergewichts an Blut aufsaugen, bis er schließlich abfällt.</p>
<p><em>Tyrannobdella rex</em> weicht jedoch schon körperlich von seinem europäischen Verwandten ab. Anders als alle anderen bisher beschriebenen Blutegel besitzt <em>Tyrannobdella rex</em> nur einen einzigen Kiefer &#8211; der dafür mit sehr großen Zähnen ausgestattet ist. Die neuentdeckte Spezies wird daher innerhalb der Egel in eine eigene Gattung gestellt.</p>
<p>Siddall überlegt überdies, ob die herkömmliche Klassifikation der Egel nicht überhaupt geändert werden müsste. Weltweit gibt es immer wieder Fälle, in denen menschliche Körperöffnungen &#8211; meistens die Nase, aber auch Augen, die Scheide, die Harnröhre oder der Mastdarm &#8211; von Egeln befallen werden. Meist wurde Egelbefall an diesen Stellen bisher als Zufall betrachtet &#8211; doch hält Siddall einen gemeinsamen evolutionären Ursprung von Egel-Spezies, die sich auf den Befall von Schleimhäuten spezialisiert haben, für möglich. </p>
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		<title>Weißer Hai mit neuem Tiefenrekord</title>
		<link>http://www.kryptozoologie.net/beitrag/weiser-hai-tiefenrekord-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 20:35:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haie]]></category>
		<category><![CDATA[Meerestiere]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefsee]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Verhalten zahlreicher Meeresbewohner ist nur in Ausschnitten bekannt &#8211; zumeist den Aktivitäten, die sich nahe der Wasseroberfläche abspielen. Was sich im tiefer gelegenen Pelagial, immerhin dem größten zusammenhängenden Lebensraum der Erde, tut, ist wesentlich schwerer zu erforschen. Neuseeländische Wissenschafter des Forschungsinstituts NIWA widmeten sich dem Weißen Hai (Carcharodon carcharias) näher und konnten bestätigen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhalten zahlreicher Meeresbewohner ist nur in Ausschnitten bekannt &#8211; zumeist den Aktivitäten, die sich nahe der Wasseroberfläche abspielen. Was sich im tiefer gelegenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pelagial" target="_blank" title="Wikipedia">Pelagial</a>, immerhin dem größten zusammenhängenden Lebensraum der Erde, tut, ist wesentlich schwerer zu erforschen. Neuseeländische Wissenschafter des Forschungsinstituts NIWA widmeten sich dem Weißen Hai (<em>Carcharodon carcharias</em>) näher und konnten bestätigen, dass die großen Räuber, die sich die meiste Zeit in den obersten Schichten des Pelagials aufhalten, im Bedarfsfall auf über einen Kilometer Tiefe abtauchen können.</p>
<p>Die Wissenschafter hatten vor der Stewart-Insel und den Chatham-Inseln 25 Weiße Haie mit Sendern versehen. Die Geräte zeichneten den jeweiligen Aufenthaltsort der Tiere sowie die Tauchtiefe und die Temperatur des Wassers dort auf. Nach sechs bis neun Monaten lösten sie sich von den Haien und sendeten alle Daten via Satellit zu den Rechnern der Forscher. Bei vier Tieren fielen die Geräte allerdings schon binnen zwei Wochen ab.</p>
<p>Von den 21 übrigen Haien dümpelten zwei an einer Stelle herum, die anderen machten sich auf in wärmere tropische Gewässer. Vor der Studie sei angenommen worden, dass die Meeresräuber kalte Gewässer bevorzugen. &#8220;Es scheint aber so, dass große Weiße Haie Winterurlaub machen, sie verlassen Neuseeland zwischen April und September, um wärmere Gefilde aufzusuchen&#8221;, berichtet NIWA-Meeresbiologe Malcolm Francis. Bis zu 3.300 Kilometer hätten die Tiere dabei zurückgelegt. &#8220;Sie schaffen 150 Kilometer an einem Tag und brauchen nur drei Wochen, um nach Australien zu kommen.&#8221; Die Temperatur des Wassers, in dem sich die Tiere bewegten, habe zwischen drei und 27 Grad gelegen.</p>
<p>Ein als &#8220;Shack&#8221; bezeichneter Hai verlegte sich überdies auf Tauchgänge: Das knapp fünf Meter lange Tier sei bei seinem Zug durch den Ozean mehrfach in rund einen Kilometer Tiefe abgetaucht, berichten die Forscher. Nahe Neuseeland ging er sogar einmal auf 1.200 Meter Tiefe: Ein so tiefer Tauchgang sei für diese Spezies noch nie zuvor erfasst worden, erklärte Francis. </p>
<p><small>Quelle: APA / <a href="http://derstandard.at/1269448598765/Rekord-Ueberwachter-Hai-taucht-auf-1200-Meter-ab" target="_blank">Standard</a></small></p>
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		<title>Unbekannter Riesenmausmaki auf Madagaskar entdeckt</title>
		<link>http://www.kryptozoologie.net/beitrag/riesenmausmaki-madagaskar-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 20:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuentdeckungen]]></category>
		<category><![CDATA[Säugetiere]]></category>
		<category><![CDATA[Zoologie]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
		<category><![CDATA[Lemuren]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Riesenmausmaki]]></category>

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		<description><![CDATA[Forscher haben auf Madagaskar eine bisher nicht bekannte Lemurenart entdeckt, wie der WWF am 30.03.2010 mitteilte. Bei dem Tier handle es sich um die Unterart eines Riesenmausmaki (Mirza sp.), von dem bisher nur zwei Arten (Mirza zaza und Mirza coquereli) bekannt waren. Die Wissenschafter sichteten das Säugetier in der Dornenwaldregion Ranobe im Südwesten der Insel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_614" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.kryptozoologie.net/wp-content/files/2010/03/1269465531205.jpg" alt="Riesenmausmaki   (Foto: Louise Jasper / WWF)" title="Riesenmausmaki   (Foto: Louise Jasper / WWF)" width="300" height="200" class="size-full wp-image-614" /><p class="wp-caption-text">  </p></div>Forscher haben auf Madagaskar eine bisher nicht bekannte Lemurenart entdeckt, wie der WWF am 30.03.2010 mitteilte. Bei dem Tier handle es sich um die Unterart eines Riesenmausmaki (<em>Mirza sp</em>.), von dem bisher nur zwei Arten (<em>Mirza zaza</em> und <em>Mirza coquereli</em>) bekannt waren. Die Wissenschafter sichteten das Säugetier in der Dornenwaldregion Ranobe im Südwesten der Insel während einer WWF-Expedition. </p>
<p>Das genannte Gebiet wurde jüngst auf Betreiben des WWF als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Von den bekannten 94 Lemurenarten werden 30 auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion als bedroht geführt. &#8220;Die von uns beobachtete Art unterscheidet sich von seinen bisher bekannten Verwandten durch auffallend rote bis rostfarbene Flecken des Rückenfells&#8221; sagte der Zoologe Charly Gardner, der Teil des WWF Expeditionsteams war. &#8220;Das Bauchfell ist ebenfalls auffallend hell in der Färbung, zudem besitzt das Tier einen markant roten Schwanz&#8221;.</p>
<p>Unter Wissenschaftlern gilt Madagaskar als &#8220;achter Kontinent&#8221;. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es, neben Australien, so viele endemische Arten, also Tier- und Pflanzenarten, die nur dort vorkommen. Doch die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen sind bereits gezählt, wie  der WWF warnt. Die Lebensräume der Tiere schrumpfen in einem rasanten Tempo und werden bald ganz verschwunden sein, wenn der Zerstörung nicht Einhalt geboten wird. Von den ursprünglichen tropischen Wäldern der Insel sind heute nur noch zehn Prozent verblieben.</p>
<p>&#8220;Die Entdeckung des neuen Riesenmausmaki zeigt, wie unerforscht und geheimnisvoll die Wälder Madagaskars noch immer sind, obwohl sie schon großflächig zerstört wurden&#8221;, so WWF Madagaskar Expertin Dorothea August. &#8220;Wenn diese Wälder nicht gerettet werden, verschwinden unzählige Arten, die wir noch nicht einmal kennengelernt haben&#8221;.</p>
<p><small>Quelle: WWF / APA</small></p>
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