Okt 11. 2007
Der Falkland-Wolf
Der Falkland Wolf (Dusicyon australis) lebte auf den Falklandinseln, 500 km von der Küste Argentiniens entfernt. Er war so groß wie ein mittelgroßer Hund, bis zu 60 cm Schulterhöhe. Die Fellfarbe war rotbraun-grau, an den Ohren außen schwarz und innen weiß. Helle Farbe kennzeichnete seinen Bauch, die Schwanzspitze setzte sich weiß ab. Diese einzige endemische Säugetierart der Inseln ernährte sich von Pinguinen, anderen Seevögeln und wohl auch von Kadavern an der Küste.
Ein Kapitän Strong entdeckte ihn 1690 und hielt die Art für einen Schäferhund. Die Inselform wurde 1765 anhand eines Fells wissenschaftlich beschrieben. Darwin besuchte 1833 die Inseln und beschrieb die Falkland-Wölfe als allgegenwärtig. Der Erfinder der Evolutionstheorie prophezeite dem Tier die Ausrottung wegen seiner Zahmheit. Der Tierforscher Alfred Edmund Brehm nannte ihn Canis antarcticus und nahm die Begegnung mit dem zutraulichen Tier als Bild für die Haustierwerdung des Wolfes: “Als die Falklandinseln zuerst von Menschen besucht wurden, kam der große Falklandwolf (Canis antarcticus) ohne Furcht zu Byrons Matrosen, welche die Neugier für Wildheit hielten und flohen.”
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