Immer wieder liest man in den Medien von einem mysteriösen Vampirwesen, welches unter dem Namen „El Chupacabras“ (dt. „Der Ziegensauger“) in Süd- und Mittelamerika für Angst und Schrecken sorgt, Farmtiere tötet und diesen durch angebliche kleine Einstiche im Hals das Blut aussaugt. Doch was könnte hinter diesen Geschichten über dieses unheimliche Wesen stecken?
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Eingetragen in Kategorie: Chupacabras, Kryptide, Kryptozoologie, Mythologie, Verhalten
Obwohl immer wieder Beispiele von menschenähnlicher Intelligenz bei Tieren bekannt werden, steht der überwiegende Teil der Wissenschaftler derartigen Berichten skeptisch gegenüber. Ihrer Meinung nach lassen sich für solche Demonstrationen tierischer Intelligenz in den meisten Fällen andere Erklärungen finden. Ein schlagendes Beispiel hierfür ist der Fall des schlauen Hans, dem sogenannten Wunderpferd von Berlin, welches 1904 wegen seiner fast menschlich anmutenden Intelligenz berühmt war.
Wenn sein Besitzer, der Mathematiker Wilhelm von Osten, eine einfache Rechenaufgabe an die Tafel schrieb, stampfte Hans mit seinem Huf die Lösung. Auf die Frage “5+4=?” antwortete Hans mit neunmaligen Stampfen. Mit einem Code, bei dem Zahlen durch Buchstaben ersetzt wurden, konnte Hans auch einfache Wörter buchstabieren. Von Osten war ungeheuer stolz auf sein Pferd und lud häufig Wissenschaftler auf seinen Bauernhof ein, um ihnen die Intelligenz seines Pferdes zu demonstrieren.
Eines Tages fiel zwei Professoren der Berliner Universität auf, das Hans nur Fragen beantworten konnte, wenn sein Herr in Sichtweite stand. Durch Beobachtung der Körpersprache des Mathematikers fanden die Professoren des Rätsels Lösung. Sobald Hans mit seinem Huf stampfte, wurde von Osten so nervös, dass er sogar die Luft anhielt. Hatte sein Pferd dann die richtige Zahl erreicht, ließ von Osten kaum sichtbare Zeichen der Entspannung erkennen und seine Atmung normalisierte sich wieder.
Unglaublich, aber wahr: Das Pferd hatte von sich aus gelernt, so oft auf den Boden zu stampfen, bis sein Herr erleichtert aufatmete. Obwohl von Osten sich kaum bewegte, gab er dennoch Hans unbewußt zu verstehen, dass es nun an der Zeit sei, mit dem Stampfen aufzuhören. Auf diese Art und Weise hatte sich das Pferd mit seinem Herr zu einem guten Team eingespielt.
Autor: Nadine Schneider
Eingetragen in Kategorie: Kurioses, Verhalten
Im Jahre 1921 öffnete eine Hausfrau aus Swaythling in England wie jeden Morgen die Haustür um die Milchflasche zu holen, welche tagtäglich vor Sonnenaufgang vom Milchmann geliefert wird. Zum wiederholten Male musste sie leider feststellen, dass der Pappdeckel der Flasche sowie etwas Milch fehlte. Diese Milchdiebstähle verbreiteten sich in der ganzen Nachbarschaft. Nachdem diese seltsamen Vorkommnisse immer weiter zunahmen, trat man mit diesem Problem an den Milchmann heran. Dieser versuchte den aufgebrachten Leuten zu erklären, wer für das Verschwinden der Milch verantwortlich sein könne. Er war der Meinung, dass das gefiederte Volk dafür verantwortlich zu machen sei. Jeden Morgen bei der Milchauslieferung folgten ihm stets etwa neun Blaumeisen, manchmal auch noch mehr. Aber niemand der Dorfbewohner wollte der Geschichte des Milchmannes Glauben schenken.
Was keiner für möglich hielt bestätigte sich jedoch, als einer der Beraubten sich auf die Lauer legte. Und wahrhaftig konnte er diese Vögel beobachten, wie sie, nachdem der Milchmann verschwunden war, sich mit den Füßen am Rand der Milchflaschen festklammerten und mit dem Schnabel so lange auf den Pappverschluss der Milchflaschen hämmerten, bis diese offen waren. Danach versteckte die Blaumeise ganz raffiniert den Verschluss in einem Busch in unmittelbarer Nähe und machte sich nach dieser Arbeit an die wohlverdiente Milch.
Diese Milchdiebstähle verbreiteten sich nach einiger Zeit in ganz England, innerhalb weniger Jahre sogar in Schottland und Irland. Die stark vermehrten Milchraubzüge liegen auch mit der sehr starken Blaumeisenpopulation zusammen. Englands Milchindustrie wurde entgültig im Jahr 1944 dazu verleitet, von den einfach herzustellenden Pappdeckeln auf Metallverschlüsse umzuwechseln. Doch auch diese Maßnahme schreckte die milchvernarrten Blaumeisen nicht davon ab, weiter erfolgreiche Milchdiebstähle zu begehen. Die Kunden wurden nun darum gebeten, Steine, Töpfe oder Handtücher vor der Haustüre zu deponieren, damit der Lieferant die Flaschen damit abdecken konnte. Doch die Blaumeisen gaben nicht auf.
Eine Frau konnte beobachten, wie eine walnusskleine Meise so lange auf einem der Steine herumhüpfte, bis dieser herunterfiel. Eine weitere Zeugin sah mit an, wie am Handtuch mehrere Blaumeisen zogen, um so an die Flaschen mit dem köstlichen weißen Inhalt zu gelangen. Trotz der Belästigung durch diese Milchräuber wollte keiner den Vögeln etwa antun und sie “vernichten”. Die britischen Haushalte müssen sich damit abfinden, dass sich die schlauen Blaumeisen gelegentlich an ihrer Milch bedienen und sehen es mittlerweile gelassen.
Autor: Nadine Schneider
Eingetragen in Kategorie: Kurioses, Verhalten, Vögel