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Grendel

Grendel  (Zeichnung: Nadine Schneider)Im angelsächsischen Heldenepos “Beowulf” aus dem siebten oder achten Jahrhundert n. Chr. wird vom Ungeheuer Grendel erzählt, welches keinen Lärm vertragen konnte und schreckliche Rache nahm. Ist diese Geschichte nur Legende oder könnte ein Funken Wahrheit dahinter stecken?

Grendel wird als bösartiger, großer Teufel beschrieben, welcher irgendwo in den Marschen nahe der Burg des dänischen Königs Hrothgar hauste. Das Unglück begann, als sich König Hrothgar einen neuen Festsaal bauen ließ, in dem es Nacht für Nacht hoch herging und lauthals gefeiert wurde. Das Lachen und Singen der Krieger drang bis zu Grendels Behausung hinüber. Das Ungeheuer haßte aber nichts so sehr wie Lärm, Musik und Fröhlichkeit.

Eines Nachts, als wieder Ruhe nach einem Festgelage einkehrte, schlich Grendel zur Burg und drang in den großen Saal ein. Er fand Hrothgar’s Männer volltrunken und schlafend am Boden liegend, packte dreißig von ihnen und kehrte in seine Höhle zurück, um diese dort zu fressen. Mit dieser Tat wurde sein Appetit auf Menschenfleisch geweckt. Von nun an schlich er Nacht für Nacht zur Burg und holte sich immer mehr von Hrothgar’s Leuten. Schließlich konnte der König keine Feste mehr abhalten, da die Gäste sich weigerten auf seine Burg zu kommen.

Beowulf, ein junger Krieger, hörte von Grendels Schreckenstaten und brannte darauf, sich mit dem Ungeheuer im Kampf zu messen. Er überredete den König, zum Schein ein neues Fest abzuhalten, um den bösartigen Grendel anzulocken. Nachdem das Fest beendet und wieder Ruhe eingekehrt war, tauchte Grendel wieder auf der Burg auf. Als Grendel den Festsaal betrat, griff Beowulf das Ungeheuer umgehend an. Der folgende Kampf dauerte mehrere Stunden, bis gegen Morgengrauen das Ungeheuer dermaßen geschwächt war, das Beowulf diesem einen Arm ausreißen konnte. Verletzt zog sich Grendel zurück und starb in seiner Höhle an seinem hohen Blutverlust.

SeelandAuf den ersten Blick eine phantastische Sage, doch welchen Hintergrund könnte diese Geschichte besitzen? König Hrothgard war eine tatsächliche Person, welcher auf einer Burg auf der größten dänischen Insel Seeland nahe der Küste lebte und regierte. Doch wer oder was war Grendel? Laut Beschreibung handelte es sich um ein großes, behaartes Ungeheuer, welches scheu und zurückgezogen in seiner Höhle in den abgelegenen Marschen der Insel hauste.

Vermutlich wurde sein Interesse durch die Stimmen und den Lärm geweckt, so dass dieses Wesen auf die Burg schlich. Könnte es sich um einen überlebenden Vormenschen handeln? War Grendel eine Umschreibung für ein Wesen, ähnlich den Almas oder dem Bigfoot? Zumindest seine Umschreibung und sein Verhalten legen diesen Schluß nahe. Sollte Grendel wirklich existiert haben, so wäre diese Legende ein Bericht über die Begegnung mit einem Wildmenschen…

Autor: Michael Schneider

Quellen:

  • Rätselhafte Monster und Ungeheuer, Delphin-Verlag, München 1978
  • Das grosse Buch der Mythologie, C. Scott Littleton, Christian-Verlag, München 2003

Eingetragen in Kategorie: Fabelwesen, Hominologie, Mythologie, Wildmenschen

Zwerg und Riese

Seit allen Zeiten gibt es Berichte von Zwergen und Riesen, welche unter den Menschen lebten, oder aber in der Wildnis umherstreiften. Sagen, Mythen und Legenden sind voll von diesen Wesen. Doch in weit steckt hinter solchen Legenden ein wahrer Kern? Kann man einen Bezug zu solchen Legenden herstellen, welche solche Extreme beschreiben?

Erst seit die moderne Medizin Buch über solche Extremfälle führt, sind uns die aktuellen Rekordhalter dieser Größenbrecher bekannt. An dieser Stelle möchten wir Ihnen zwei dieser Menschen vorstellen, deren Größenunterschied ganze 2,08 Meter beträgt:

Lucia Zarate
Lucia ZarateIm Jahre 1864 erblickte Lucia Zarate das Licht der Welt. Vom Zeitpunkt ihrer Geburt an wuchs dieses Mädchen nur wenige Zentimeter. Als sie ihre volle Größe erreicht hatte war sie kaum größer als eine Puppe und wog weniger als eine Hauskatze. Lucia hatte eine Größe von nicht einmal 50 Zentimetern und wog etwa fünf Pfund. Sie gilt als die kleinste und leichteste Frau die jemals gelebt hat. Im Alter von zwölf Jahren trat sie zum ersten Mal in einer Show in den Vereinigten Staaten von Amerika auf. Sie hatte einen Stundenlohn von 20 Dollar, was für die damalige Zeit ein Vermögen war. Als kleine und reiche Lady starb sie auf tragische Art und Weise. 1890 reiste Lucia Zarate durch die Rocky Mountains, als ihr Zug in einem Schneesturm steckenblieb. Die Temperaturen fielen enorm, was für ihren winzigen Körper zur tödlichen Falle wurde, so dass sie an Unterkühlung starb.

Robert Wadlow
Robert WadlowIm Gegensatz zur zierlichen Lucia Zarate kommen wir nun zu einem wahren Hühnen von Mann, welcher als der Größte belegte lebende Mensch galt. Das Leben des Robert Wadlow war nicht immer leicht. Als er 1918 in Alton, Illinois (USA), mit einem Gewicht von 3800 Gramm geboren wurde, ahnte niemand, was diesen Jungen erwartete. Er war einer der sogenannten “Riesen”. Mit fünf Jahren überragte er mit 1,68 Metern schon seine Mutter, mit acht Jahren und ganzen 1,92 Metern seinen Vater. Seine Eltern versuchten ihn als “normalen” Jungen in die Familie und das Leben einzubeziehen. Er besuchte öffentliche Schulen und trat auch im Alter von 13 Jahren den Pfadfindern bei. In diesem Alter hatte er eine Größe von 2,20 Metern erreicht. Ärzte diagnostizierten Akromegalie, die durch übermäßige Ausschüttung von Wachstumshormonen bei Tumorbildung in der Hypophyse verursacht wird. Die hormonelle Störung wurde nicht behandelt, da sich die Wissenschaftler davor fürchteten, dass diese Fehlschlug und wahrscheinlich zum frühzeitigen Tod des Jungen führen könnte. Von seinen Eltern und seinen vier Geschwistern wurde er in jeglicher Hinsicht unterstützt. Er war für seine Geschwister der große Held.

Doch dieser Held hatte es niemals wirklich leicht in seinem Leben. Neben Verspottungen und Beschimpfungen bereiteten ihm die kleinsten Dinge des Lebens erhebliche Probleme. Er verbrachte ein einziges Jahr auf dem College, bis sein ständiger Wachstum ihn daran hinderte. Seine Hände waren zu groß und ungelenk geworden, um einen Stift zu halten. Kleidung und Schuhe mußten speziell für ihn angefertigt werden, was für die Familie ein finanzielles Problem bedeutete. Daher trat er im Jahre 1937 im Zirkus der Ringling Brothers auf. Dort stellte er sich für einige Minuten dem neugierigen Publikum zur Schau. Er besuchte viele große Städte wie New York oder Boston. Durch seine Größe und seinem enormen Gewicht ereilte ihn ein frühzeitiger Tod. Am 14. Juli 1940 starb er im Alter von nur 22 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die Größe von 2,78 Metern und ein Gewicht von 225 Kilogramm erreicht. In der Medizin gilt Robert Wadlow als der größte Mensch, welcher wissenschaftlich nachweisbar jemals gelebt hat. Seinem Wunsch entsprechend wurde sein Sarg in Zement eingebettet, um Plünderer davon abzuhalten, seinen Leichnam zur Schau zu stellen.

Autor: Nadine Schneider

Eingetragen in Kategorie: Anomalien, Hominologie, Krankheiten, Kurioses

Orang Pendek

Der kurze Waldmann Sumatras

Die Insel Sumatra ist mit 473.482 km² die sechstgrößte der Welt. Wir befinden uns im 15.000 Quadratkilometer großen Kerinci-Seblat-Nationalpark. Tapire und Großkatzen kreuzen die Wege des Wanderers. Plötzlich und unerwartet huscht ein kleiner Schatten durch das Unterholz des dichten Bergregenwaldes. Es ist ein aufrecht gehendes Wesen mit langen Armen und menschenähnlichem Aussehen: der Orang Pendek!

Der “Orang Pendek” wird in der Landessprache auch oft “Sedapa” genannt und geistert seit den Sichtungen von Deborah Martyr 1995 wieder vermehrt durch die Presse. Sie hatte ihn Mr. Burglar (Herr Dieb) genannt, da er immer wieder in ihr Lager eindrang und Lebensmittel stahl. Das man die Forschungen ernst nehmen sollte beweist die Tatsache, dass ihre Arbeit durch die britische Umweltschutzorganisation “Fauna and Flora International” unterstützt wird. Schon 1818 wurde der Orang Pendek im “Marco Polo” von William Marsden erwähnt. Er war Sekretär in Benkoelen/Sumatra. Wie folgt beschrieb er die “Wesen” das erste Mal: “Er hatte lange Arme, ein menschenähnliches Gesicht, aufrechten Gang und ist wohl ein Einzelgänger, der in den Bergen lebt.”

Orang Utan  (Photo: Archivbild)Allerdings vermutetet Marsden hinter dem Orang Pendek eine der beiden auf der Insel lebenden Stämme der Ureinwohner. Beide leben sehr zurückgezogen und pflegten zu dieser Zeit noch keinen Kontakt mit der zivilisierten Welt. Auch der Name, den die Bevölkerung ihm zu seiner Sichtung nannte, brachte ihn auf dieses Ergebnis. Orang Pendek, was soviel heißt wie “Kurzer Mann”. In der Sprache der Einheimischen ist Orang Utan (”Waldmensch”) eine abfällige Bemerkung, in Ost-Sumatra für einen anderen Menschen.

Die gezielte Suche nach dem Orang Pendek begann allerdings schon 1890. Der Holländer Dubois, angeregt durch Darwins Evolutionstheorien, begab sich in den Kerinici-Seblat-Nationalpark und wurde dort auch fündig. In einer Höhle entdeckte er einen menschlichen Zahn. Nach neuesten Untersuchungen ist dieser ca. 80.000 Jahre alt. Auch auf der Nachbarinsel Java konnte er Beweise für eine frühe Bevölkerung finden. Ein Schädel mit Backenzahn und einen Oberschenkelknochen. Der Anatom schloß aus dem Oberschenkelknochen darauf, dass es sich um ein aufrecht gehendes Wesen handeln musste, den Homo erectus.

Sieht man sich die häufigsten Beschreibungen eines Orang Pendeks an, kommt man zu folgendem Ergebnis:

  • Größe: bis zu 1,20 m
  • Aufrecht auf den Beinen gehend
  • Braun-schwarze Körperbehaarung, am Kopf des öfteren mit einer längeren Mähne beschrieben

Homo erectusWürde man jetzt eine Zeichnung anfertigen, mit sämtlichem Wissen über gefundene Zähne, Schädelfragmenten und Oberschenkelknochen, käme eine Mischung aus Urzeitmensch und Affen heraus. Der “Missing Link” zwischen Mensch und Tier?

Der Orang Pendek wird meist mit geringer Körperbehaarung beschrieben, was gegen die Affenthese sprechen würde. Nur hat man hier einen überlebenden Urzeitmenschen oder ein Tier vor sich?

1923 wurde im westlichen Sumatra angeblich ein junger Orang Pendek erlegt und in das zoologische Museum in Buitenzorg verbracht. Es handelte sich um ein etwa 40 Zentimeter großes Exemplar mit menschenähnlichen Gesichtszügen. Leider stellte sich dieser Fund als “Scherz” heraus. Die “Jäger” hatten einen jungen Affen rasiert, den Schwanz entfernt und die Eckzähne abgefeilt, um ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Immer wieder fand und findet man auch unidentifizierbare Fußabdrücke auf Sumatra, Java und aus allen Teilen Südostasiens. Sie werden meist als “dreieckig” und ca. 15 cm lang und 10 cm breit beschrieben. Die Fährten sehen sehr menschenähnlich aus, auch wenn die große Zehe an der Außenseite sitzt. Jener Fuß, der zu diesen Trittsiegeln passt, müsste zwar schlank, aber dennoch nicht menschlich sein, rein von der Anatomie her. Der Fuß ist zu kurz, wenn man die Breite der Spuren mit einbezieht.

Aber zurück zu Deborah Martyr und nach 1995. Aufgrund der Spuren rund um das Camp und teilweise auch im Camp, hervorgerufen durch die “Diebeszüge” der Orang Pendeks, konnte sie 4 verschiedene Wesen identifizieren. Wie bei den Menschen unterscheiden sich auch hier die Fußspuren. Es gibt verschiedene Längen, Breiten und auch die Zehenform unterscheidet sich grundlegend. Interessant an den “Beutezügen” im Camp ist allerdings die Tatsache, dass noch nie gezielt nach verbliebenen Haaren gesucht wurde. Jeder Mensch und jedes Tier hinterlässt an einem “Tatort” seinen persönlichen Fingerabdruck. Ein einziges Haar, auch Fingerabdrücke an Gegenständen, könnten hier interessant werden. Mit der heutigen Technik könnte man anhand der DNA-Analyse sehr viel über dieses Wesen herausfinden. Warum hat man das Camp nicht gezielt nach solchen “Überbleibseln” abgesucht?

Den Einwand “Najaaa, das war doch schließlich 1995″ kann man hier nicht gelten lassen. Zu einer akribischen Forschung zählt vor allem das Sammeln sämtlicher Indizien, was hier anscheinend nicht geschehen ist. Man kann nirgends etwas über Kot, Haare oder Handabdrücke finden. Wobei hier vor allem die Abdrücke der Hände interessant wären. Ein Affe z.B. benutzt seine Daumen nicht - aber wie greift der Orang Pendek? Greift er mit dem Daumen, könnte es wirklich ein “Mensch” sein. Wenn die Orang Pendeks wirklich in das Camp eingedrungen sind und es sich nicht um normale Affen handelte, hat man hier sehr schlampig gearbeitet. Bloße Fußabdrücke sind als Beweis nicht ausreichend.

Anscheinend wurden auch Haare gefunden, nur wo? Leider ist das nicht dokumentiert und das wäre hier wichtig. Wurden die Haare auf einer Fährte oder im Camp gefunden? Oder fand man die Haare im Urwald, ohne jeglichen Beweis oder Bezug auf den Orang Pendek? Es wurden Fotofallen aufgestellt und man konnte viele bisher unbekannte, oder verschollen geglaubte, Tiere fotografieren. Nur der Orang Pendek war bisher zu schlau, um in eine dieser Fallen zu “tapsen”, was für seine Intelligenz spricht. Der Rest der Forschung besteht anscheinend nur noch aus der Suche nach dem Orang Pendek, wobei wieder nur die Fußspuren im Vordergrund stehen. Es ist auch mir klar, dass man die Spuren nicht bis zum Ende verfolgen kann, dennoch findet man an solchen Fährten oft Reste des Tieres (Menschen), von dem die Spur stammt. Hier sind wir wieder bei Haaren und Kot. Vor allem in den dichten Wäldern Sumatras müsste hier etwas zu finden sein. Der Orang Pendek wird immer wieder beschrieben, wie er sich mit seinen langen Armen einen Weg durch den dichten Wald bahnt. Kein Tier kann das Unterholz durchstreifen ohne einige Haare zu verlieren. Hier wäre es weitaus sinnvoller gewesen nach den Resten zu suchen, anstatt nicht nur zu versuchen das Tier zu fotografieren oder einzufangen. Mit all den hier zur Verfügung stehenden Mitteln wurde nichts angefangen und eine gute Chance hinter das Geheimnis des Pendek zu gelangen einfach vertan.

Orang Pendek (Künstlerentwurf)Was der Orang Pendek nun wirklich ist wird bis zu einem endgültigen Beweis (Foto, Fang) ein Rätsel bleiben. Ist es ein überlebender Homo erectus, ein Tier oder ganz etwas anderes? Wenn ja, um welches Tier handelt es sich? Eine unbekannte Affenart? Beim Thema Orang Pendek ist die Spekulation offen, wie bei seinem großen Verwandten, dem amerikanischen Bigfoot. Auch hier hat man bis heute keine eindeutigen Beweise finden können.

Eine traurige Tatsache ist allerdings, dass die Sichtungen seit ca. 50 Jahren immer mehr zurückgehen. Nur noch aus den entlegensten Winkeln der Nationalparks kommen ab und zu Sichtungsmeldungen. Offensichtlich wird der Orang Pendek durch zunehmenden Tourismus und die Abholzung der Regenwälder immer weiter in seinem natürlichen Lebensraum bedrängt. Stirbt der Orang Pendek aus bevor man ihn finden kann?

Die Insel Sumatra (Indischer Ozean)
Die Insel Sumatra (Indischer Ozean)

Autor: Martina Lohr

Eingetragen in Kategorie: Hominologie, Kryptozoologie, Wildmenschen

Der Wildmensch von Luxemburg

Wir erhielten im Jahr 2001 ein Video, welches ein gewisser Franky Hansen am 10. August 2001 im Wald von Schouweiler (Luxemburg) mit seiner Kamera gefilmt haben will. Das Video können Sie hier ansehen: Wildmensch von Luxemburg

Bei der Befragung zu seinem Film gab er folgende Aussage zu Protokoll:

Es war der 10. August 2001, etwa gegen 15.00 Uhr. Das Wetter an diesem Tag war recht gut. Nur ein paar Wolken am Himmel, kein Regen, und jede Menge Sonnenschein. Das Ganze passierte im Wald von Schouweiler in Luxemburg. An diesem Tag hatte ich meine Sony Digital Handycam mit dabei, mit welcher ich während eines ausgedehnten Spaziergangs einige Naturaufnahmen machen wollte.

Der Wald von Schouweiler ist ein recht großes Waldgebiet, in welches ich an diesem Tag recht weit hereingegangen war. Ich hatte schon einige sehr schöne Aufnahmen gemacht und war schon im Begriff, mich auf meinen Rückweg zu machen.

Zuerst hörte ich ein Geräusch, dass sich anhörte wie brechende Äste. Ich drehte mich in die Richtung, aus der das Geräusch zu kommen schien, konnte jedoch nichts besonderes erkennen. Doch mit einem Mal erblickte ich eine Bewegung ein Stück weit von mir entfernt.

Es war zuerst wie ein Schatten, welcher in der Entfernung zu verschwinden schien. Ich hielt es zuerst für eine andere Person, die ebenfalls im Wald umherwanderte. Doch bei genauerer Betrachtung sah es nicht unbedingt wie ein Spaziergänger aus. Es war etwa 2 Meter groß, sehr kräftig gebaut und schien ein dunkelbraunes oder schwarzes Fell zu besitzen.

Ich verhielt mich ruhig und versuchte kein Geräusch zu machen. In der Luft war nichts besonderes zu riechen, was aber an der Entfernung und der Windrichtung liegen kann.

Das Gesicht konnte ich nicht erkennen, da es sich recht schnell und mit großen Schritten von mir fortbewegte, ohne jedoch ein Anzeichen von Flucht zu zeigen. Zuerst war ich wie gelähmt und konnte erst einmal nur nach der erscheinung schauen, bis ich schließlich meine Kamera hochnahm und ein Photo davon machte. Einen kurzen Augenblick später, als die Erscheinung beinahe komplett im Wald verschwunden war, stellte ich meine Kamera auf den Videomodus und machte die Videoaufnahme von der Erscheinung. Die Kamera befand sich während der Aufnahme im vollen Zoom, um überhaupt noch Details aufzeichnen zu können. Insgesamt machte ich 3 Aufnahmeversuche und versuchte der Erscheinung zu folgen. Ich musste die ersten Aufnahmen immer wieder stoppen, da die Erscheinung aus meinem Sichtfeld verschwand. Ich betrachtete die Aufnahmen nicht durch die Kamera, sondern folgte der Erscheinung mit meinen Augen und ließ die Kamera in meiner Hand einfach mitlaufen.

Leider entkam mir die Erscheinung während meiner dritten Aufnahme im dichten Wald, da diese zu schnell war und ich ihr nicht durch die dichten Bäume folgen konnte. Ich suchte noch nach Fußspuren, konnte aber keine auf dem trockenen Waldboden finden.

Die Befragung fand nur per E-Mail statt, so dass keine genaue Beurteilung des Herrn Hansen erfolgen konnte. Allerdings schien er während des Kontaktes ein durchaus ernster Ansprechpartner zu sein.

Autor: Michael Schneider

Eingetragen in Kategorie: Hominologie, Wildmenschen