Der Herr der Tiefe

Der Herr der Tiefe
Der Herr der Tiefe

In diesem Sonderband aus der KryptoFiction-Reihe findet man 2 ausgewählte Geschichten, die fiktive Erzählungen aus dem Bereich der Kryptozoologie sind.

Die Geschichte „Genou – Begegnung am Fluss“ entführt den Leser auf eine Wanderung durch die Wildnis, die zu einer Begegnung der besonderen Art führt.

Ganz anders führt die Geschichte „Der Herr der Tiefe“ in die Vergangenheit des Menschen, als dieser auf dem Meer einem Wesen begegnet, das für ihn eine boshafte Gottheit der Tiefe darstellt. Eine Reise in die Geschichte der ersten Siedler Australiens, die sich mit einem Ungeheuer der Tiefe konfrontiert sahen.

 

 

Titeldaten
Titel: Der Herr der Tiefe
Autoren: Markus Bühler, Anja Müller
Inhalt: 26 Seiten, Paperback
Verlag: Twilight-Line, April 2016 (1. Auflage 2008)
ISBN: 978-3-941122-10-9

Der Titel ist als Taschenheft und eBook (Amazon, Android, u.a.) erhältlich.

Bigfoot – Die Legende lebt!

Die Legende lebt
Bigfoot
Die Legende lebt!

Nachdem Bigfoot ein 80er Jahre Musikfestival angegriffen hat, schickt der Promoter Harley Henderson ein Team los, ihn zu fangen. Althippie Simon Quinn versucht jedoch alles, um dieses seltene, einzig bekannte Exemplar der legendären Spezies zu schützen. Doch Bigfoot, der sein Territorium bedroht sieht, zieht eine Spur der Verwüstung und des Todes durch das Land. Es kommt zum finalen Kampf am Mount Rushmore…

Die Geschichte des Films und der Titel klingt wesentlich besser als das, was die Produzenten von SyFy hier als trashigen B-Movie vorlegen. In der ersten Minute sieht der Film noch wirklich toll aus, eine schöne Naturlandschaft mit Bergen im Hintergrund, eine Libelle die von einem Frosch gefressen wird, der dann das Opfer eines Lachses wird, welcher dann ebenfalls das Opfer eines Bären wird. Schließlich wird der Bär von einem Jäger erschossen, und der Jäger wird dann ebenfalls Opfer eines höherstehenden Wesens – Bigfoot hat seinen Auftritt.

Die Effekte sind leider allesamt billigste CGI-Computereffekte, die möglichst billig und lieblos eingefügt wurden. Man ist ja von SyFy schon einige schlechte Produktionen gewohnt, aber dieser Bigfoot ist wirklich unterstes Niveau. Schon die Größe schwankt in den einzelnen Einstellungen zwischen drei und bis zu zehn Meter an Körpergröße.

Die Leistung der Schauspieler ist dagegen sogar noch als hochwertig zu bezeichnen, auch wenn hier mal wieder ehemalige TV-Serienstars auf ein billiges und völlig unlogisches Drehbuch losgelassen werden. Den Höhepunkt des Films bildet die Rocklegende Alice Cooper, der sich hier kurzerhand selbst spielt – als alter Rockstar, der unter falschen Informationen auf dieses obskure Musikfestival gelockt wurde. Und als er auf der Bühne steht, kommt mal eben der gewaltige Bigfoot aus dem Wald und beendet die Vorstellung.

Keine Ahnung wie man Alice Cooper für dieses Billigfilm gewinnen konnte, aber er wertet dieses Machwerk wirklich auf.

Den Rest der Handlung erspare ich mir hier in der Schilderung, denn der Rest ist wirklich so grottig, dass nur Hardcore-Trashfans auf der Suche nach schlechten Filmen hier ihre wahre Freude am Film haben werden, wenn Bigfoot als mordende Bestie seine Opfer meuchelt.

 

 

Filmdaten
Titel: Bigfoot – Die Legende lebt!
Originaltitel: Bigfoot
Land und Produktionsjahr: USA 2012
Produktion: SyFy
Regie: Bruce Davison

Darsteller
Sherilyn Fenn
Danny Bonaduce
Barry Williams
Alice Cooper

 

 



Bigfoot – Der Blutrausch einer Legende

Bigfoot
Bigfoot
Der Blutrausch einer Legende
Der kurze Film von Patterson und Gimlin, welcher einen weiblichen Bigfoot zeigt, ist bis heute heftig umstritten. Skeptiker sehen darin einen geschickt gemachten Fake (Fälschung), während auf der anderen Seite die Befürworter diesen Film nach wie vor als den besten Beweis für die Existenz eines großen Primaten in den Wäldern und Gebirgen Nordamerikas sehen. Keine der beiden Seiten konnte bis heute tatsächlich und unumstößlich nachweisen, dass dieser kurze Film eine echte Aufnahme oder eben eine Fälschung darstellt.

Dies ist natürlich ein Stoff, der sich ausgezeichnet für eine filmische Adaption eignet, und regelrecht nach einer Umsetzung als Horrorstreifen in guter Found-Footage-Films Manier schreit. Found-Footage-Films sind seit dem legendären Blair Witch Project nicht mehr aus der Filmwelt wegzudenken. Vor allem, da sich diese Filme mit kleinem Budget produzieren lassen. Und genau nach diesem Schema setzt auch der Film Bigfoot – Der Blutrausch einer Legende an.

Wobei der deutsche Titel „Der Blutrausch einer Legende“ unheimlich schlecht vom Verleih gewählt wurde. Der Originaltitel „Bigfoot – The Lost Coast Tapes“ ist hier wesentlich passender. Zum besseren Verständnis: Lost Coast (oder auf deutsch Verlorene Küste) wird die Pazifikküste in Nordkalifornien (USA) genannt. Diese Küste ist auf großem Raum kaum besiedelt und geht direkt in die großen Waldgebiete im Norden von Kalifornien über. Dieses Land ist Bigfoot-Land, auch der legendäre Patterson-Gimlin-Film entstand in dieser Gegend.

Und mit dem Patterson-Gimlin-Film beginnt quasi auch die Geschichte des Films Bigfoot – Der Blutrausch einer Legende. Eine Gruppe junger Journalisten möchte eine TV-Sendereihe namens Hoax Busters produzieren, in der man vermeintlich übernatürliche Ereignisse und Berichte als Betrug oder Einbildung entlarvt. Bigfoot steht hier natürlich ganz weit oben auf der Liste. Als sie von einem Mann erfahren, der an der nordwestlichen Pazifikküste den Körper eines toten Bigfoot gefunden haben will, ist das Material für die Pilotfolge der Serie gefunden. Die Ausrüstung wird zusammengepackt und das Filmteam macht sich mit einem Van auf den Weg in die Wälder, um ein exklusives Interview mit dem Finder zu drehen.

Anfangs scheinen die Dreharbeiten genau das Erwartete zu bestätigen und alles sieht nach einem Scherz aus, so dass man hier bereits Rekordeinschaltquoten mit einem falschen Bigfootkadaver wittert. Doch dann wird aus dem Projekt tödlicher Ernst.

Für einen Found-Footage-Film bietet dieser Film sogar eine recht dichte Atmosphäre und über die erste Stunde hinaus wird die Erwartung und Spannung hochgehalten. Es gibt weniger Knall- und Spezialeffekte, dafür weiß die Geschichte um das zusammengewürfelte TV-Team zu fesseln. Faktisch bekommt man im gesamten Film auch nicht einen einzigen Bigfoot zu sehen, lediglich ein paar Augen in der Dunkelheit, Kratzspuren, Fußspuren und nächtliches Gebrüll liefern den Background der Geschichte. Aber diese Stilmittel werden gekonnt eingesetzt.

Selbst am Ende, wenn der Zuschauer eine böse Überraschung erlebt, auf die ich hier gar nicht eingehen möchte, sind nur wenige Details vorhanden und lassen viel Spielraum für Interpretationen. Nachdem ich eine Vielzahl an anderen Bigfoot-Verfilmungen gesehen habe, hat mich diese Produktion durchaus überrascht und liegt im Vergleich über dem Durchschnitt. Ansehen lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Stoff nicht jedem gefallen wird.

Filmdaten
Deutscher Titel: Bigfoot – Der Blutrausch einer Legende
Originaltitel: Bigfoot – The Lost Coast Tapes
Land und Produktionsjahr: USA 2012
Regie: Corey Grant
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 86 Minuten

Darsteller
Drew Rausch
Ashley Wood
Frank Ashmore
Rich McDonald
Noah Weisberg
Rowdy Kelley
Japheth Gordon
Sweetie Sherrié