Yeti – Spurensuche im Himalaya

Yeti-Spur
Dieser Fußabdruck, welcher von einem Yeti stammen soll, wurde während einer Himalaya-Expedition im Jahre 1951 am Fuße des Berges Menlung entdeckt.
Mit diesem kurzen Artikel möchte ich ein wenig auf einen der bekanntesten Kryptiden überhaupt eingehen, den Yeti. Das Wort Yeti leitet sich aus der Sprache der Himalayabewohner ab, wo dieses Wesen „yeh-teh“ genannt wird, was soviel wie „Mann in den Felsen“ aber auch einfach „dieses Ding“ bedeutet. Seit der ersten Erwähnung des Yeti durch europäische Söldner im 15. Jahrhundert wurden viele Geschichten über den Yeti auf der ganzen Welt verbreitet. Diesen Geschichten verdankt er auch den Titel vom „Scheußlichen Schneemenschen“ und fast jedes Kind kennt heute den Yeti in irgendeiner Form.

Leider wird der beeindruckende Yeti auch sehr stark angezweifelt. Ein Problem besteht darin, dass sich aus den Berichten kein einheitliches Bild ableiten lässt. Es gibt Beschreibungen des Yeti, nach denen es sich um einen kleinen behaarten Menschen oder um einen schweren Koloss von fünf Metern oder mehr handelt. Wahrscheinlich kommen verschiedene Arten vor, wenn man den Beschreibungen folgt.

In seinem Werk „On the Track of Unknown Animals“ schreibt Bernard Heuvelmans, dass es nach den Beschreibungen zwei verschiedene Arten geben muss. Einmal den Rimi, der eine Größe von drei Metern erreichen kann und in etwa 3000 bis 4000 Meter Höhe lebt. Zum anderen den Nyalmo, vier bis fünf Meter hoch, der im ewigen Schnee in über 4000 Meter Höhe sein Dasein bestreiten soll. Er ist nach Erzählungen ein Fleisch- und eventuell sogar ein Menschenfresser. Heuvelmans Beschreibung des Nyalmo ist sicher das Abbild der westlichen Vorstellung: „Ein großes Wesen, halb Mensch, halb Bestie; er lebt in den Höhlen, die hoch und unzugänglich in den Bergen liegen. Die Gesichtshaut ist weiß, sein Körper von einem dicken Haarpelz besetzt. Die Arme reichen wie bei einem Menschenaffen bis an die Knie; sein Gesicht ist ziemlich menschenähnlich. Seine dicken Beine sind gebeugt. Die Zehen sind nach innen gerichtet – manche sagen sogar, sie sind nach hinten gerichtet. Er ist sehr muskulös, kann Bäume entwurzeln und Felsbrocken von beachtlicher Größe aufheben.“

Yeti-Spur
Im Februar 1980 machten polnische Bergsteiger in 4800 Metern Höhe diese Aufnahme einer Yeti-Spur am Mount Everest. Die Spur war 36 cm lang und 17 cm breit.
Leider erscheint es recht schwierig, handfeste Beweise für die Existenz des Yeti vorzulegen. Colonel C. K. Howard-Bury, Leiter der ersten Everest-Expedition im Jahre 1921, gab der Legende als erster Auftrieb. Ihm wurden in 7000 Meter Höhe menschenähnliche Fußspuren gezeigt. Er glaubte aber, dass sie von einem streunenden Wolf stammten. Im Jahre 1925 sah ein Wissenschaftler und Fotograf in 5000 Meter Höhe eine Gestalt, „genau wie ein Mensch, die aufrecht ging und manchmal stehenblieb, um Rhododendronsträucher auszureißen oder daran zu ziehen“. Nach seiner Beschreibung der Fußabdrücke geht man davon aus, dass es sich um einen Bären gehandelt hat. Die vom Londoner „Daily Mail“ in den Jahren 1954 und 1957 ausgerichteten Expeditionen fotografierten viele Fußabdrücke, die jedoch nicht erklärt werden konnten.

Die verschiedenen Berichte über Beobachtungen durch Europäer oder Sherpas werden gleichermaßen angezweifelt. Die Zeitung „The Times“ vom 2. November 1921 schreibt von einem Schneemenschen, den der Engländer William Knight gesehen hat. „Er war trotz der großen Kälte völlig nackt … er hatte über und über eine fahlgelbe Farbe … zottiges, glanzloses Haar auf dem Kopf.“ Dies war offensichtlich einer jener asketischen Hindu-Einsiedler, genannt Sadhu, die in Höhen bis zu 5000 Meter leben.

Auch die Existenz des Languraffen in diesem Gebiet dürfte wohl viele dieser Berichte erklären. Sie sind groß, wurden schon in Höhen über 4000 Meter gesehen, können auf zwei Beinen stehen und kurzzeitig auch hüpfen. In dem Bericht der Wood / Kirkland / Maggs-Expedition aus dem Jahre 1944 über den „scheußlichen Schneemenschen“ an die Zeitschrift „Country Life“ findet man die genaue Beschreibung eines Languraffen. Nur die Größe stimmte nicht überein, da er ihrer Auffassung nach mannshoch war.

1970 fotografierte in Nepal der bekannte Bergsteiger Don Whillans eine Reihe von geheimnisvollen Fußabdrücken in 4000 Meter Höhe. Er entdeckte bei Mondlicht eine „affenartige Kreatur“, die auf allen Vieren auf dem Gipfel eines Hügels herumsprang. Obgleich Affen nicht hüpfen, tun dies doch Languren. Wahrscheinlich hatte Whillans einen solchen beobachtet.

Berichte der Sherpas werden zudem von den westlichen Medien als unseriös dargestellt. Die Berichte der Sherpas sind aus vielen Gründen unzuverlässig, wie es oftmals propagiert wird. Der frühere Leiter der Primatenabteilung des Smithsonian-Instituts, Professor John Napier, hat in der Zeitschrift »Bigfoot« beschrieben, warum ihre Berichte anzuzweifeln sind. „Die Sherpas können nicht unterscheiden zwischen der ‚Realität’ der wirklichen Welt und der ‚Realität’ ihres mythologischen religiösen Glaubens.“

Mehrmals haben sie Fußabdrücke dem Yeti zugeschrieben, die nach wissenschaftlicher Feststellung einwandfrei Abdrücke normaler Tiere waren. Napier erläuterte auch den landläufigen Irrtum, dass die Einheimischen unbedingte Kenner der heimischen Tierwelt sein müssen. Sherpas, für die das Töten von Tieren tabu ist, „jagen niemals Leoparden, Bären, Ziegen oder Antilopen … Die weitverbreitete Annahme, dass Sherpas einen Bär oder einen Affen nicht von einem Yeti unterscheiden können, mag durchaus richtig sein“.

Gigantopithecus
Gigantopithecus
(Darstellung von Zdenek Burian)
Ihre Verwirrung über das, was sie wirklich gesehen haben und was sie annehmen, die Besucher möchten es gerne finden, spiegelt sich auch in den Yeti-Souvenirs. Die von ihnen gezeigten Pelz- oder Hautstücke wurden in wissenschaftlichen Untersuchungen als Teile von heimischen Tieren, wie Bären oder Bergziegen, identifiziert. Tatsächlich ist es merkwürdig, dass man trotz anhaltender Suche während der letzten 70 Jahre nur einen handfesten Beweis gefunden hat. Es sind Fußabdrücke, die am Mount Everest in 6500 Meter Höhe von Eric Shipton und Michael Ward fotografiert wurden, und zwar am 8. November 1951 in Begleitung des Sherpas Sen Tensing. Nach intensivem Studium folgerte Napier, „dass der Fußabdruck nicht von einem Menschen, aber auch nicht von einem Affen oder einem der Wissenschaft bekannten affenähnlichen Tier stammt. Welche anderen Möglichkeiten gibt es? Kein anderes Lebewesen auf der ganzen Welt könnte so eine Spur hinterlassen … wenn sie nicht existierte, würde ich nicht zögern, den Yeti als Phantasiegebilde abzutun. Aber so wie es aussieht, muss der Fall ungelöst bleiben“.

Extrembergsteiger Reinhold Messner folgerte aus seinen eigenen Erfahrungen mit dem Yeti, dass es sich beim Yeti um den legendären und seltenen Blau- oder Tibetbären (Ursos arctos pruinosus) handeln könne.

Andere Thesen gehen davon aus, dass es sich beim Yeti um überlebende Nachfahren des Gigantopithecus handeln könne, welcher vermutlich mit dem Orang Utan verwandt war. Der Gigantopithecus lebte vor etwa 1.000.000 Jahren bis vor etwa 250.000 Jahren in Vietnam und China, wie Zahn- und Kieferfunde belegen. Die seit Jahrtausenden unveränderten Klimabedingungen im Himalaya hingegen könnten für eine hypothetisch dort vorhandene Reliktpopulation dieser Tiere sprechen.

Letztendlich muss festgehalten werden, dass es neben den Legenden und einigen Hinweisen keinen wirklichen Beweis für die Existenz des Yeti gibt, doch gänzlich auszuschließen ist die Existenz des Yeti nicht, solange es immer wieder Sichtungen und Spurenfunde gibt.

Kryptozoologie.net

Autor: Michael Schneider

Das Geheimnis der grünen Kinder

Während meiner Studien über menschliche Anomalien bin ich mehrfach über Geschichten von Kindern gestolpert, welche quasi aus dem Nichts auftauchen. Soweit nichts ungewöhnliches, wenn da nicht bei vielen Geschichten eine seltsame grüne Färbung der Haut oder der Haare beschrieben wird.

Besonders in Asien gibt es viele Berichte und Geschichten von verwilderten Kindern, welche mit grünen Haaren gefunden wurden, bzw. diese irgendwann in der Nähe von Dörfern auftauchten. Dabei interessierte mich vor allem der Aspekt der grünen Haare, da mir dieses Phänomen von Tieren bereits bekannt war.

Im Herbst 1995 wurde auf einem Heuboden in Dybvad im Nordwesten von Dänemark ein zwei Monate altes Kätzchen gefunden. Als man es näher betrachtete war man sehr überrascht – das Fell und die Krallen des Tieres waren leuchtend grün. Alle Versuche diese seltsame Färbung abzuwaschen schlugen fehl. Tierärzte, die das Kätzchen untersuchten, und Forscher der Universitätsklinik von Kopenhagen, die Proben des Fells prüften, meinten, dass das Tier bereits grün geboren wurde, da die Kupferschicht von der Haarwurzel bis zur Spitze reichte. Die Färbung des Tieres entstand, da das Kätzchen oder seine Mutter, während sie trächtig war, mit kupferkontaminiertem Wasser in Berührung gekommen ist.

Einige Jahre zuvor entdeckte man in einer südschwedischen Stadt, das korrodierende Kupferrohre dafür verantwortlich waren, dass die Haare mehrerer blonder Frauen grün wurden!

Betrachtet man nun die Erzählungen über grüne Kinder, lassen sich diese Fälle recht einfach erklären, ohne das man auf Naturgeister oder Außerirdische als Erklärung zurückgreifen muss.

Ortsschild von Woolpit mit den grünen Kindern
Ortsschild von Woolpit mit den grünen Kindern
Der wohl bekannteste Fall von grünen Kindern jedoch stammt aus dem Mittelalter und fand in England statt. Die erstaunliche Geschichte der grünen Kinder von Woolpit wurde erstmals von zwei englischen Chronisten des Mittelalters aufgezeichnet – von Ralph, dem Abt von Cogges-hall und William von Newburgh. Eines Tages, zur Zeit König Stephens (1135 –1154 n. Chr.), wurden zwei verlassene, verzweifelt weinende Kinder in den großen Fallen gefunden, die man im Ort Woolpit, in Suffolk, angelegt hatte, um Wölfe zu fangen. Die Aufregung, die sie verursachten, lag an ihrem Aussehen – ihre Kleider, Augen und vor allem ihre Haut waren grün! Sie wurden beim dort ansässigen Grundbesitzer Richard de Calne untergebracht und weigerten sich noch eine geraume Zeit etwas anderes als grüne Bohnen zu essen. Das jüngere der beiden Kinder, ein Junge, starb ein Jahr später, doch das andere Kind, ein Mädchen, wuchs auf und verbrachte sein restliches Leben in diesem Gebiet.

Langsam verschwand der Grünstich ihrer Haut, und als sie erwachsen war, heiratete sie einen Mann aus King’s Lynn in Norfolk. Sie lernte auch Englisch und konnte schließlich den Menschen erzählen, dass sie und der Junge aus einem Staat namens Martinsland gekommen waren, in dem es keine Sonne gab und ständig Dämmerung herrschte. Sie waren ihrem Stamm gefolgt, als sie einen unterirdischen Tunnel betraten und auf der anderen Seite im hellen Sonnenlicht von Woolpit wieder herauskamen.

Es gab viele Versuche diese seltsame Geschichte zu erklären. Einige Forscher haben sie einfach als nettes Märchen abgetan, da die Kinder grüne Haut (die Farbe der Elfen) hatten und nur grüne Bohnen aßen (laut der keltischen Mythologie die Speise der Toten). Andere suchten eine Verbindung zu Englands traditionellem Grünen Mann oder Jack-in-the-Green – einem blätterbedeckten, übernatürlichen Wesen, das Fruchtbarkeit und den Frühlingsbeginn symbolisiert. Es wurde auch vermutet, dass die Kinder aus einer mysteriösen Welt stammten, die unter der Erdoberfläche besteht und in der es keine Sonne gibt, oder aus einer parallelen Dimension, aus der sie zufällig in unsere kamen.

In unserer Zeit kam noch eine bedeutend nüchternere Erklärung hinzu. In den 1980er Jahren besuchte der Forscher Paul Harris Woolpit und erfuhr, dass die Bewohner annehmen, die Geschichte gehe auf eine Legende von einem Grafen zurück, der im Mittelalter in Norfolk herrschte und der Vormund von zwei kleinen Kindern war. Er versuchte ohne Erfolg die Kinder mit Arsen zu vergiften und setzte sie schließlich im Wayland Wood im Gebiet des Thetford Forest an der Grenze zwischen Norfolk und Suffolk aus. Hier würden sie sicher sterben, und er könnte das Anwesen übernehmen, das sie bei Erreichen der Volljährigkeit erhalten sollten. Laut den Bewohnern von Woolpit wurden daraus wahrscheinlich die grünen Kinder, die man später krank und verwirrt, jedoch lebend fand. Das Erstaunliche bei dieser Erklärung ist, dass die Haut durch Arsenvergiftung grün werden kann. Das selbe Phänomen kann auch bei Blutarmut auftreten, die durch Unterernährung entsteht, woran die Kinder wahrscheinlich litten. Dies würde auch erklären, warum die Haut des Mädchens normale Färbung annahm, sobald sie ordentlich ernährt wurde.

Harris glaubt, dass es auch für den Rest der Geschichte eine vernünftige Erklärung gibt. Es gibt einige Kilometer nordwestlich von Woolpit einen Ort namens Fornham St. Martin, was die Herkunft von „Martinsland“ erklären könnte. Im weiter nördlich gelegenen Thetford Forest, der extrem dunkel ist, befinden sich auch viele neolithische Feuersteinminen mit Gängen. Vielleicht gingen die beiden Kinder durch eine, die nach Woolpit führte.

Weitergehend reisten die Menschen im 12. Jahrhundert nicht weit, so dass ihnen der Dialekt der Kinder, die aus einem anderen Ort kamen, wirklich seltsam vorgekommen sein mag.

Die Geschichte der grünen Kinder von Woolpit nimmt noch eine letzte, überraschende Wendung. Aus Spanien gibt es eine beinahe identische Erzählung, die im August 1887 im katalanischen Ort Banjos spielt. Tatsächlich ist der einzige Unterschied zwischen den beiden Geschichten, abgesehen vom Ort und der Zeit, die Tatsache, dass in der spanischen Version auch das Mädchen nach ungefähr fünf Jahren stirbt. Auch über ihre Vorliebe für Bohnen wird erzählt, und zu allem Überfluss heißt der Adelige, der sie nach ihrer Entdeckung bei sich aufnimmt, Senior Ricardo da Calno – Sir Richard de Calne nicht gerade unähnlich!

Diese Geschichte wurde ohne Zweifel in einigen Büchern aufgenommen; in The Monster Trap and Other True Mysteries wiederholt Peter Haining die Behauptung von John Macklin, dass die Dokumente und Aussagen der Menschen, die die grünen Kinder sahen und für sie sorgten, noch existieren. 1986 enthüllte Frank Preston jedoch, dass er ans British Council in Barcelona geschrieben hatte, um Informationen über die Geschichte zu erhalten, doch konnte das Institut keinerlei Hinweise finden, obwohl es für ihn intensive Nachforschungen anstellte und sogar spanische Bibliotheken, Museen und Rathausarchive kontaktierte. Auch in den Zeitungen vom August 1887 gab es keine Spur der Geschichte. Das überrascht nicht, denn der Ort Banjos existiert nicht. Er wurde genauso erfunden wie die Geschichte der grünen Kinder. Der Verfasser ließ sich zweifellos von der Geschichte von Woolpit inspirieren und wollte eine modernere Version schaffen.

 

 

Autor: Sabine Ammer

Quelle: Karl P.N. Shuker, Weltatlas der rätselhaften Phänomene

NAPES

Kryptozoologie

 

Befasst man sich einmal intensiver mit den verschiedensten Kryptiden auf dem nordamerikanischen Kontinent, trifft man irgendwann einmal auf den Begriff “Napes”, unter welchem sich viele interessierte Personen wenig bis überhaupt nichts vorstellen können. Diese kaum verwendete Bezeichnung ist ein Begriff innerhalb der Hominologie.

Unter dem kategorisierenden Begriff Napes versteht man Kryptiden, welche als Affen in Nordamerika gesichtet werden, obwohl in Nordamerika keine bekannten Affenarten existieren.

Der Begriff selbst wurde von Loren Coleman in den 1960ern geprägt und ist eine Kurzform für North American Apes (Nordamerikanische Affen).

 

Bekannte Vertreter:
Skunk Ape
Oklahoma Schimpansen

Kryptozoologie.net

Akromegalie

Es gibt eine ganze Reihe von ungewöhnlichen Erkrankungen, die auch aus kryptozoologischer Sicht eine gewisse Bedeutung besitzen. Eine dieser Krankheiten ist die Akromegalie.

Akromegalie (auch Acromegalie), welche im deutschen Sprachgebrauch als Gigantismus bezeichnet wird, ist eine schwerwiegende Erkrankung der Hypophyse. Hierbei handelt es sich um Hypophysentumore, die im Überschuss Wachstumshormone produzieren. Die offensichtlichen Folgen sind Vergrößerung von Händen, Füßen und Gesicht, sowie exzessives Schwitzen. Eine ausgeprägte Vergrößerung der Körperendglieder oder vorspringenden Teile des Körpers (Akren) sind die Folge. Hierzu zählen Hände, Füße, Kinn und Unterkiefer, Ohren, Nase und Augenbrauenwülste sowie die Geschlechtsteile. Die Akromegalie ist eine endokrinologische Erkrankung, die durch eine Überproduktion des Wachstumshormons Somatotropin (STH) hervorgerufen wird. In 95% der Fälle liegt der Akromegalie ein gutartiger Tumor des Vorderlappens der Hirnanhangsdrüse zugrunde, welcher permanent Wachstumshormone produziert, selten ein bösartiger Tumor.

Betroffene zeigen im fortgeschrittenen Stadium ein Aussehen, welches an einen Vormenschen erinnert. Vor allem im Zusammenhang mit der Geschichte des Azzo Bassou, welchen man für einen bis in die jüngste Vergangenheit überlebenden Neandertaler hielt, ist diese Krankheit bemerkenswert.

Mehr zum Fall des Azzo Bassou finden Sie auch hier: Der Fährtenleser 8, Seite 12 ff.