Der Herr der Tiefe

Der Herr der Tiefe
Der Herr der Tiefe

In diesem Sonderband aus der KryptoFiction-Reihe findet man 2 ausgewählte Geschichten, die fiktive Erzählungen aus dem Bereich der Kryptozoologie sind.

Die Geschichte „Genou – Begegnung am Fluss“ entführt den Leser auf eine Wanderung durch die Wildnis, die zu einer Begegnung der besonderen Art führt.

Ganz anders führt die Geschichte „Der Herr der Tiefe“ in die Vergangenheit des Menschen, als dieser auf dem Meer einem Wesen begegnet, das für ihn eine boshafte Gottheit der Tiefe darstellt. Eine Reise in die Geschichte der ersten Siedler Australiens, die sich mit einem Ungeheuer der Tiefe konfrontiert sahen.

 

 

Titeldaten
Titel: Der Herr der Tiefe
Autoren: Markus Bühler, Anja Müller
Inhalt: 26 Seiten, Paperback
Verlag: Twilight-Line, April 2016 (1. Auflage 2008)
ISBN: 978-3-941122-10-9

Der Titel ist als Taschenheft und eBook (Amazon, Android, u.a.) erhältlich.

Ankündigung: Setontot

Der Setontot (Kryptozoologie)
Setontot
Tödliche Kreatur in des Wäldern Indonesiens
Während der Arbeiten an der Medienreihe „Hidden Creatures“ konnten im Zuge der Dreh- und Recherchearbeiten einige Details über ein Wesen erfasst werden, das in der Kryptozoologie beinahe unbekannt ist. Der Setontot, ein mysteriöses Wesen in den Wäldern Indonesiens und Sumatras, gilt als böses Omen und tödlicher Waldgeist, der auf seine Opfer am Boden lauert, aufspringt und böse bis tödliche Wunden reißt. Doch was steht hinter diesen Legenden?

Michael Schneider ging in Gesprächen und Spurensuche diesem Wesen nach. Der Titel, als begleitendes Material zur Medienreihe, ist ab Ende März 2016 als eBook, ab Mitte April 2016 als Hochglanzprint erhältlich.

Verborgene Wesen

Verborgene Wesen
Verborgene Wesen
Kryptozoologische Anthologie

Was würden Sie tun, wenn Sie einem überlebenden Urzeitwesen gegenüberstehen? Was, wenn ein erschreckendes Untier durch die Dunkelheit schleicht? Oder wenn Sie auf ein Seeungeheuer stoßen?

Finden Sie es heraus, wenn Sie sich dieser Anthologie stellen, die sich mit fabelhaften Wesen der Kryptozoologie befasst. Die vor dem Menschen verborgenen Wesen existieren um uns herum, und die Autoren haben versucht, diese verborgenen Wesen in unsere Welt zu holen.

Mit Geschichten von:
Anja Müller
Anett Steiner
Andreas Zwengel
Leila Wolf
Thomas Pielke
Marco Ansing
Andrè Timon

 

 

Titeldaten
Titel: Verborgene Wesen – Kryptozoologische Anthologie
Inhalt: 104 Seiten
Verlag: Twilight-Line, 2. Auflage, Februar 2016 (1. Auflage März 2009)
ISBN: 978-3-941122-38-3

Der Titel ist als Taschenbuch, Hardcover und eBook erhältlich.

Verborgene Wesen – Band 1

KryptoFiction
Im Jahr 2009 erschien der erste Band unserer KryptoFiction-Reihe mit dem Titel Verborgene Wesen, eine Sammlung von Geschichten mit kryptozoologischem Hintergrund. Inzwischen ist der Titel fast überall vergriffen, daher legen wir diesen im Februar als zweite überarbeitete Auflage nochmals auf.

Der Titel erscheint als Taschenbuch, Hardcover und eBook. Aufgrund der Reihenanpassung wird das Cover stilistisch an die späteren Bände (Band 2 und Band 3) angepasst.

Das letzte Mammut

Das letzte Mammut
Das letzte Mammut

Die letzten bekannten Populationen des Mammuts lebten nachweislich noch vor 3700 Jahren auf der abgelegenen Wrangel-Insel im Polarmeer. Dennoch gibt es bis in unsere heutige Zeit immer wieder Berichte und Meldungen über angebliche Begegnungen und Sichtungen mit dem berüchtigten Wesen. Hat eventuell eine Reliktpopulation des Mammuts bis in unsere moderne Zeit überlebt?

Dieses Buch geht der Frage nach, ob dies überhaupt sein kann und beleuchtet die Hintergründe hinter diesen Geschichten. Und es geht der Frage nach, welche Faktoren überhaupt zum Aussterben dieser gewaltigen Vertreter der Megafauna führten.

 

 

Titeldaten
Titel: Das letzte Mammut
Untertitel: Haben diese Giganten der Urzeit bis heute überlebt?
Autor: Michael Schneider
Inhalt: 64 Seiten, Broschiert, Illustriert
Auflage: 4. Auflage
Verlag: Twilight-Line, September 2015 (1. Auflage 2010)
ISBN: 978-3-941122-64-2

Der Titel ist als Taschenbuch und eBook (z.B. Kindle, Android, Weltbild, Thalia, u.a.) erhältlich.

Zentrum für kryptozoologische Forschungen

Kryptozoologie-Netzwerk
Hans-Jörg Vogel (Der Kryptozoologie-Report) hat ein interessantes neues Webprojekt gestartet, das als Zusammenfassung der in Deutschland stattfindenden Aktivitäten im Bereich der Kryptozoologie dienen soll. Mit dem Aufbau dieser Webseite soll auch gleichzeitig versucht werden, ein Kryptozoologie-Netzwerk in Deutschland aufzubauen. Damit soll allen aktiven Kryptozoologen in Deutschland und auch im gesamten deutschsprachigem Gebiet die Möglichkeit geboten werden, sich mit einzubringen und dadurch auch die eigenen Arbeit/Forschung bekannt zu machen.

Weitere Informationen zum Aufbau des Netzwerks finden Sie hier: Zentrum für kryptozoologische Forschungen

Der Fährtenleser: Ausgaben 1 – 12

Der Fährtenleser

Die Ausgaben 1 – 12 des Kryptozoologie-Magazins Der Fährtenleser sind als Print komplett vergriffen und können nicht mehr geliefert werden. Die letzten verfügbaren Exemplare sind ausverkauft, eine Neuauflage ist nicht mehr vorgesehen.

Ob und wann die Reihe ab Ausgabe 13 weitergeführt werden wird, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest, da anderweitige Projekte derzeit im Vordergrund stehen und das Interesse an der Reihe nicht so hoch wäre, um diese als prioritäres Projekt zu behandeln.

Die Markstein-Bestie

Die Markstein-Bestie
Die Markstein-Bestie

In diesem Thriller mit kryptozoologischem Hintergrund geht es um den Wettstreit zwischen zwei Kryptozoologen. Der Kryptozoologe Bastian Markstein möchte seinem erfolgreichen Widersacher und Kollegen Friedmann endlich einmal zeigen, das er mit seinen Theorien über Kryptiden im Recht sei und ersinnt hierzu einen perfiden Plan. Ein Wettstreit mit tödlichen Folgen entbrennt…

Bastian Markstein schreckte auf. Sein Nacken schmerzte, seine Arme fühlten sich taub an, er war in denkbar unbequemer Position an seinem Labortisch eingeschlafen. Die Anstrengungen der letzten Wochen steckten ihm in den Knochen und hatten eine Menge seiner Energien verbraucht. Er war mager geworden, blass. Markstein atmete hörbar aus und rieb sich mit seinen knochigen Fingern über das unrasierte Kinn. Ein Geräusch hatte ihn geweckt. Das Brechen einer Eierschale. Knack. Er schüttelte seine Müdigkeit ab und es dauerte viel zu lange, bis er begriff, was er gehört hatte. Er sprang auf, riss den Stuhl mit sich um, der polternd über den staubigen Boden schlitterte. Das Licht flackerte, an den Türen rüttelte der Wind. Etwas Unheimliches lag in der Luft. Der Moment, der die Welt veränderte. Marksteins Welt…

 

Titeldaten
Titel: Die Markstein-Bestie
Autor: Anett Steiner
Inhalt: 90 Seiten (Printausgabe)
Auflage: 2. Auflage, Oktober 2015
Verlag: Twilight-Line Medien
Format: ePub
Größe: 1,1 MB



Das eBook ist für alle gängigen Reader verfügbar (Shop, Kindle, Android, u.a.).

 

Auf der Spur des Unbekannten

Auf der Spur des Unbekannten (Kryptozoologie)
Auf der Spur des Unbekannten
3. Auflage

Die Kryptozoologie ist die Studie der verborgenen Tiere, die sich neben dem zoologisch geprägtem Aufgabenfeld auch mit der Auswertung von bislang unzureichend bewertetem Material und mythologischen Quellen befasst, um eventuell real existierende Wesen zu entdecken oder einen Hintergrund hinter einem Mythos aufzuspüren.

Dieses Buch ist eine kleine Einführung in diese Forschungsmethodik und bietet vor allem Einsteigern einen Überblick über die Ansätze dieser Arbeit. Somit ist dieses Buch ein Handbuch für den angehenden Kryptozoologen und für alle an der Thematik interessierten Personen.

 

 

Titeldaten
Titel: Auf der Spur des Unbekannten
Untertitel: Eine Einführung in die phantastische Welt der Kryptozoologie
Autor: Michael Schneider
Auflage Nr.: 3
Inhalt: 100 Seiten (Printausgabe)
Verlag: Twilight-Line, Wasungen, August 2015

 

Der Titel ist in unserem Shop erhältlich: Buchshop

 

 

Konzeptplanung: Hidden Creatures

Verborgene WesenWerte Leserinnen und Leser,

die Vorbereitungen zu unserer Medienreihe Hidden Creatures – Verborgene Wesen sind angelaufen, nunmehr geht es an die weitere Konzeptplanung der Reihe.

Aus den Einschätzungen der ursprünglichen Planung von 2012 haben wir Rückschlüsse auf die Orientierung der Reihe gezogen, die in die weitere Konzeptplanung mit einfließen. Grundlegend ist Hidden Creatures natürlich auf den Bereich Kryptozoologie ausgelegt, aber nicht nur. Vielmehr umfasst das Reihenkonzept auch anderweitige mysteriöse Erscheinungen, Mythen und Legenden, die sich um verborgene und rätselhafte Wesen drehen. Wir werfen also auch einen weiten Blick auf forteanische und mythologische Wesen, für die es neben den Legenden auch Anhaltspunkte für deren Existenz zu geben scheint.

Und ein wichtiger Punkt ist die Interaktion mit unserem Zielpublikum. Wer ein verborgenes Wesen für die Medienreihe vorschlagen möchte, kann dies jederzeit gerne tun, z.B. in den Kommentaren oder im Forum.

Hier schon mal eine kleine Einstimmung auf die Medienreihe, auch wenn diese offiziell erst im kommenden Jahr erscheinen wird.



Wem der Track aus dem Video gefällt, der kann diesen hier kostenfrei als MP3 (3 MB) downloaden und auch gerne teilen: Das Verborgene Wesen

Nessie – Geheimnisvolles Wesen in den Tiefen von Loch Ness

Nessie
Nessie
Bibliothek der Rätsel – Band 2

Inmitten des schottischen Hochlands findet sich das Große Tal, das Great Glen, in dessen tiefen Senken sich drei große Seen gebildet haben. Einer dieser Seen ist der weltbekannte Loch Ness, der wasserreichste See der gesamten britischen Inseln. Aber nicht für seinen Wasserreichtum ist dieser See bekannt, sondern durch die Legende eines Seeungeheuers, das sich in den tiefen und kalten Wassern des Sees verbergen soll. Auf der ganzen Welt wird dieses Ungeheuer auch liebevoll Nessie genannt.

Seit Jahrhunderten gibt es immer wieder Erzählungen und Berichte über Sichtungen und Begegnungen mit diesem Ungeheuer. Und seit dem Bau der Uferstraße in den 1930er Jahren nahmen die Sichtungen rasant zu, so dass im Laufe der Jahre etliche hunderte Meldungen zusammen gekommen sind.

Doch was steckt hinter der Legende und den Sichtungsmeldungen? Wir werfen einen Blick auf den schottischen Hochlandsee und seine Legende.

 

 

Titeldaten
Titel: Nessie – Geheimnisvolles Wesen in den Tiefen von Loch Ness
Reihe: Bibliothek der Rätsel – Band 2
Autor: Michael Schneider
Inhalt: 150 Seiten, mit zahlr. Abbildungen
Verlag: Twilight-Line, Februar 2015
Format: Gebundene Ausgabe und eBook
Preise: 12,99 € (Gebundene Ausgabe), 3,99 € (eBook)

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Frohe Weihnachten


Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

Wir wünschen allen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2015!

Briefmarken aus Island

Im Jahre 2009 gab die isländische Post eine Serie von Briefmarken heraus, auf denen einige der mythologischen Wesen der Insel dargestellt werden:


Isländische Briefmarken (2009)

Weitere Informationen über isländische Mythenwesen findet man auch in folgendem Buch: Phantastische Orte

Phantastische Orte: Exkursionen in die Vergangenheit

Phantastische Orte
Phantastische Orte
Exkursionen in die Vergangenheit
Eigentlich befasst sich das Buch Phantastische Orte vornehmlich mit geheimnisvollen Orten und Rätseln aus der Geschichte des Menschen, bietet jedoch auch zwei kryptozoologisch interessante Beiträge von Hans-Jörg Vogel.

Im Buch beschreibt er seine Eindrücke einer Reise nach Frankreich ins Tal der Sirenen und das dort befindliche Sirenenmuseum. Seine Erkenntnisse werden mit einer Reihe von Fotos untermalt.

In seinem zweiten Beitrag zum Inhalt geht er den Geschichten und Mythen über Trolle, Feen, Ungeheuer und Naturgeistern auf Island nach, welche er auf seiner Reise durch Island dokumentierte.

Interessant sind auf jeden Fall die Verweise im Buch, welche bei eigenen Touren zu diesen Orten unterstützen.

Der Titel ist als Paperback, Gebundene Ausgabe und recht preiswert als eBook erhältlich.

Videoaufnahme eines Schwarzen Tiefseeteufels

Tiefsee-Anglerfische sehen nicht nur befremdlich aus, sondern sind in ihrem Lebensraum auch nur sehr schwer zu beobachten. Bislang gibt es weniger als ein halbes Dutzend Videoaufnahmen dieser außergewöhnlichen Tiefseebewohner, die diese in ihrem natürlichen Lebensraum zeigen. Im November 2014 gelang es dem Team vom Monterey Bay Aquarium vermutlich erstmals einen Schwarzen Tiefseeteufel (Melanocetus) mit einem Tauchroboter (ROV) in seiner natürlichen Umgebung im Monterey Canyon vor der kalifornischen Küste auf Video aufzunehmen. Bislang war der Schwarze Tiefseeteufel (auch Schwarzangler genannt) nur aus Präparaten oder von toten Exemplaren bekannt. Die Aufnahmen entstanden in 600 m Wassertiefe, wo der Tauchroboter den nur 9 cm großen Anglerfisch zufällig antraf und diese Aufnahme mit Seltenheitswert machte.



Auffällig ist die Bewegung der sich schlängelnden Rückenflosse mit Wellenbewegung, die vermutlich den Hauptantrieb dieses Anglerfischs ausmacht und die im Verhältnis zum Körper recht kleine Schwanzflosse ergänzt, um das Manövrieren zu steuern.

Menschenfressende Schlangen

Anakonda
Eine Anakonda verspeist ein Wildschwein. Der gedehnte Kiefer ist hier sehr schön zu erkennen.

Präparat im Naturkundemuseum Senckenberg, Frankfurt am Main (Foto: Michael Schneider)

In der Abenteuergeschichte von den Abenteuern der „Schweizer Familie Robinson“ gibt es eine Gruselszene, in der eine große Boa constrictor den Esel der Familie anfällt und diesen verschlingt. Diese Szene aus der Geschichte hat seit ihrem erscheinen etlichen Generationen so manchem Kind einen kalten Schauer über den Rücken gejagt. Viele Leser finden solche Erzählungen zwar recht amüsant, halten aber ein solches Szenario für ein reines Märchen. Dabei sind die wahren Fakten und Tatsachenberichte über die großen Würgeschlangen, welche sogar große Tiere und selbst Menschen verschlingen, weitaus schauerlicher.

Wir wollen uns hier an dieser Stelle nicht mit Gigantenschlangen (Matora, Sucuriju gigante, usw.) beschäftigen, sondern nur einmal einige Fakten über normale Würgeschlangen, wie etwa der Boa constrictor, Python und Anakonda vorbringen und aufzeigen. Alleine in den letzten einhundert Jahren gab es mehrere Hundert belegte Fälle mit Todesfolge, in denen Würgeschlangen Menschen angriffen und töteten. Großtiere, wie Hirsche oder Kühe und Menschen gehören zwar nicht zum normalen Beuteschema der Würgeschlangen, welches aus Nagetieren, Fledermäusen und Flughunden, bis hin zu Wildschweinen, Rehen und kleinen Hirscharten besteht, werden aber trotzdem ab und an angegriffen und teilweise sogar verspeist.

So z.B. der Bericht von George Gardner, welcher Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts das Amazonasgebiet bereiste. Eines Tages entdeckte Gardner eine offenbar vom Hochwasser flussabwärts getragene tote Boa, welche sich an einem Baum verfangen hatte und eine mächtige Beule in ihrem Körper aufwies. Zusammen mit seinem Freund Senhor Lagoeira barg er die geschätzt etwa 10 Meter lange Schlange. Als die Beiden die Schlange schließlich öffneten, fanden diese zu ihrem erstaunen die Überreste eines Pferdes vor, von welchem noch etliche Knochen und der beinahe unversehrte Kopf erhalten waren. Anhand der Fellmusterung am Kopf erkannte Senhor Lagoeira das Pferd, welches einige Tage vorher von einer flussaufwärts gelegenen Weide spurlos verschwunden war. Doch offenbar war diese große Mahlzeit etwas zu groß für die Schlange, denn diese verstarb wohl aufgrund einer Verstopfung des Magens, ausgelöst durch den großen Pferdeschädel.

Würgeschlangen jagen auf verschiedenste Art und Weise. Pythons und Boas jagen meist von erhöhten Plätzen aus und schnappen sich in schneller Bewegung die unter den Bäumen vorbeilaufende Beute. Hierzu schnappen diese mit ihrem kräftigen Kiefer und den hakenförmigen Zähnen nach dem Körper der Beute und beißen sich daran fest. Da große Würgeschlangen keine Giftdrüsen besitzen, töten diese durch pure Kraft und einen physikalischen Trick. Diese wickeln sich mit ihrem Körper um den Hals und den Brustbereich der Beute und ziehen sich mit jedem Atemzug fester zusammen. Das Beutetier erhält nach jedem ausatmen weniger Platz in der Lunge und erstickt. Anschließend sucht die Schlange nach der möglichst dünnsten Körperstelle und stülpt ihr dehnbares Maul darüber. Mittels kräftiger Muskeln und einer Art Transportsystem, bestehend aus einer Anzahl von Zähnen, welche sich im Körper der Schlange befinden, wird anschließend die Beute Stück für Stück in den langgestreckten Verdauungstrakt der Schlange gezogen.

Felsenpythons haben zudem eine besondere Jagdmethode entwickelt, um sich Fledermäuse zu angeln. In Höhlen hängen sich diese an die Decke und in Spalten und schnappen einfach in die pure Masse der fliegenden Fledermäuse hinein.

Eine weitere Jagdmethode ist das Lauern im Wasser, das besonders von Anakondas, die bevorzugt im Wasser leben, verwendet wird. Hierbei legt sich die Schlange in der Nähe des Ufers auf den Grund des Gewässers und wartet, bis sich ein unvorsichtiges Tier nähert um zu trinken. Auch hier schnappt die Schlange blitzschnell mit ihrem Kiefer zu und beißt sich fest. Die Beute wird dann durch die kräftige Schlange ins Wasser gezogen und umwickelt. Bei dieser Jagdmethode kommt zum Erstickungstod das Ertrinken der Beute hinzu.

Da die Schlangen ihre Beute im Ganzen verschlingen müssen, wird wie bereits erwähnt bevorzugt die schmalste Körperstelle als Ansatzpunkt zum Fressen angepeilt. Dies ist bei Wildschweinen und kleinen Hirschen der Kopf, welcher nach vorne hin spitz zuläuft und in einen wuchtigen Körper übergeht. Bei einem getöteten Menschen hingegen beginnt die Schlange meist mit den Füßen, da diese am Körper die engste Stelle sind und man damit die Beute am einfachsten verschlingen kann. Hier wird die Schlange aber nur in den seltensten Fälle beide Füße direkt als Ansatzpunkt verwenden, sondern mit einem einzigen Fuß beginnen. Das zweite Bein knickt in aller Regel beim kräftigen Hineinziehen in den Körper der Schlange nach hinten weg.

Im Jahre 1927 fiel der Juwelier Maung Chit Chine in Burma einer Python zum Opfer. Während einer Jagdpartie im Gebiet von Thaton wurde die Jagdgesellschaft von einem heftigen Gewitter überrascht. Der Juwelier suchte abseits der anderen Teilnehmer Schutz unter einem großen Baum. Nachdem das Gewitter vorübergezogen war, kam die Jagdgesellschaft wieder zusammen, nur der Juwelier blieb verschwunden. Auf der Suche nach ihm entdeckten seine Freunde seinen Hut und einen Schuh, ganz in der Nähe befand sich ein etwa sechs Meter langer und scheinbar vollgefressener Python. Als sie die Schlange töteten und aufschlitzten, fanden diese die Leiche von Chine, welcher offensichtlich mit den Füßen voran verschlungen worden war.

Ebenfalls in Burma wurde im Jahre 1972 ein Achtjähriger ein Opfer für einen Python. Die etwa sechs Meter lange Schlange überraschte den Jungen beim Spielen, packte zu und erdrosselte das Kind. Als man die Schlange schließlich fand, tötete und öffnete, entdeckte man die Leiche des Kindes.

In Südafrika wurde im Jahre 1979 der vierzehnjährige Hirtenjunge Johannes Mokau, der auf einer Farm nördlich von Johannesburg seine Schafe hütete, von einem Python angegriffen und umwickelt. Als Landarbeiter kurz darauf das Geschehen mitbekamen, eilten diese zum Tatort und gingen mit Äxten und Mistgabeln auf die Schlange los. Doch das Eingreifen kam bereits zu spät. Der Junge war bereits erstickt und mehr als die Hälfte von ihm befand sich bereits im Körper der Schlange. Diese Python war gerade einmal 4,50 Meter lang, also ein Zwerg gegen voll ausgewachsene Exemplare oder gar die großen Boas und Anakondas aus Süd- und Mittelamerika.

Im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien kam es Anfang Mai des Jahres 2000 zu einem verzweifelten Kampf zwischen einem ausgewachsenen Mann und einem etwa fünf Meter langen Boa constrictor. Vermutlich befand sich die Schlange auf einem Baum, als der unbekannte Mann wohl von der Riesenschlange angefallen wurde. Das Tier wickelte sich um seinen Brustkorb und brach ihm dabei etliche Rippen. Kurze Zeit später fand man die Schlange, die einen dicken Knoten in ihrem Körper aufwies. Jäger fingen und töteten das Tier und wollten herausfinden was diese Schlange gefressen hatte. Als man die Schlange schließlich öffnete, machte man eine grausige Entdeckung. Man fand die Leiche des unbekannten Mannes.

Im August 2001 wurde ein achtjähriges Mädchen in Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) von einem Python angegriffen. Die drei Meter lange Schlange wickelte sich um den Hals des kleinen Mädchens und würgte es, berichtete die Zeitung „Pittsburgh Post-Gazette“. Die Mutter hatte nach Angaben der Polizei gerade noch entdeckt, dass sich die Würgeschlange um den Hals ihre Tochter gewickelt hatte. Es war ihr noch gelungen den Python wegzuzerren, doch zu diesem Zeitpunkt hätte die kleine Amber Mountain schon nicht mehr geatmet. Der Vater des Mädchens sei ein begeisterter Schlangensammler, berichtete die Zeitung. Er habe fünf große Würgeschlangen und zahlreiche Echsen im Haus der Familie gehalten. Wie die 18 Kilogramm schwere Schlange aus ihrem Terrarium im Schlafzimmer des Ehepaares entkommen konnte war zunächst unklar. Dieser Vorfall ist einer jener Fälle, welcher aufzeigt, dass selbst als harmlos geltende Würgeschlangen als Haustiere nicht zu unterschätzen sind. Vermutlich hatte die Schlange Hunger und war auf der Suche nach Nahrung, als ihr das Mädchen entgegenkam.

Ein Python-Besitzer ist im Februar 2002 im US-Bundesstaat Colorado Opfer seines exotischen Haustiers geworden. Der rund drei Meter lange und 40 Kilogramm schwere Burmesische Netzpython erwürgte den Mann. Die Schlange sei plötzlich aggressiv geworden und habe sich um den Hals des Mannes gelegt. Die von einem Mitbewohner gerufenen Rettungskräfte hätten den Mann nicht retten können. Neun Männer waren nötig, um die Schlange von dem Toten zu trennen.

Dies sind nur einige Beispiele und die Liste solcher Fälle ließe sich in großem Umfang mit Hunderten ähnlicher Fälle erweitern. In der Regel sind diese Tiere sehr ruhig und träge und fallen nicht grundlos über Tiere oder Menschen her, erst wenn diese Tiere Hunger verspüren, werden diese gefährlich und fallen über eine potentielle Beute her. Hierbei kann es vorkommen, dass ein unvorsichtiger Mensch zum Opfer dieser Tiere wird.

Nach einer Mahlzeit dieser Art benötigt eine Würgeschlange wochenlang keine Nahrung mehr. Wie bereits erwähnt, sollte man selbst eine im Haus gehaltene Würgeschlange nicht als harmlos bezeichnen, denn diese sind von ihren Instinkten her immer noch wilde Tiere. Hier sollte man jedoch darauf hinweisen, das solche Unfälle mit großen Würgeschlangen wirklich sehr selten sind. Die Wahrscheinlichkeit in freier Wildbahn von einer Würgeschlange angegriffen und getötet zu werden ist sehr gering. So ist die Wahrscheinlichkeit von einem Haushund getötet zu werden ungleich höher zu bewerten. Solche tragischen Zwischenfälle kommen leider immer wieder einmal vor, sind aber eine sehr seltene Ausnahme. Der Mensch gehört nun einmal nicht ins Beuteschema von Schlangen und nur wirklich große, ausgehungerte Würgeschlangen werden für einen Menschen gefährlich, sofern sich keine andere Nahrungsmöglichkeit anbietet. Das Risiko ist bei Schlangenhaltern hingegen erheblich größer, jedoch kommen auch hier nur solche Unfälle vor, wie oben beschrieben, wenn man die Schlange falsch behandelt, etwa Anzeichen von Hunger lange Zeit ignoriert und sich anschließend unvorsichtig der Schlange nähert und diese sogar in dieser Verfassung um den Hals hängt. Leider gibt es immer wieder solch leichtsinnige Schlangenhalter, weshalb es ab und an zu tödlichen Unfällen kommt. Diese Unfälle sind jedoch kein Grund vor diesen wunderschönen Wesen Angst zu haben.

Autor: Michael Schneider

Yeti – Spurensuche im Himalaya

Yeti-Spur
Dieser Fußabdruck, welcher von einem Yeti stammen soll, wurde während einer Himalaya-Expedition im Jahre 1951 am Fuße des Berges Menlung entdeckt.
Mit diesem kurzen Artikel möchte ich ein wenig auf einen der bekanntesten Kryptiden überhaupt eingehen, den Yeti. Das Wort Yeti leitet sich aus der Sprache der Himalayabewohner ab, wo dieses Wesen „yeh-teh“ genannt wird, was soviel wie „Mann in den Felsen“ aber auch einfach „dieses Ding“ bedeutet. Seit der ersten Erwähnung des Yeti durch europäische Söldner im 15. Jahrhundert wurden viele Geschichten über den Yeti auf der ganzen Welt verbreitet. Diesen Geschichten verdankt er auch den Titel vom „Scheußlichen Schneemenschen“ und fast jedes Kind kennt heute den Yeti in irgendeiner Form.

Leider wird der beeindruckende Yeti auch sehr stark angezweifelt. Ein Problem besteht darin, dass sich aus den Berichten kein einheitliches Bild ableiten lässt. Es gibt Beschreibungen des Yeti, nach denen es sich um einen kleinen behaarten Menschen oder um einen schweren Koloss von fünf Metern oder mehr handelt. Wahrscheinlich kommen verschiedene Arten vor, wenn man den Beschreibungen folgt.

In seinem Werk „On the Track of Unknown Animals“ schreibt Bernard Heuvelmans, dass es nach den Beschreibungen zwei verschiedene Arten geben muss. Einmal den Rimi, der eine Größe von drei Metern erreichen kann und in etwa 3000 bis 4000 Meter Höhe lebt. Zum anderen den Nyalmo, vier bis fünf Meter hoch, der im ewigen Schnee in über 4000 Meter Höhe sein Dasein bestreiten soll. Er ist nach Erzählungen ein Fleisch- und eventuell sogar ein Menschenfresser. Heuvelmans Beschreibung des Nyalmo ist sicher das Abbild der westlichen Vorstellung: „Ein großes Wesen, halb Mensch, halb Bestie; er lebt in den Höhlen, die hoch und unzugänglich in den Bergen liegen. Die Gesichtshaut ist weiß, sein Körper von einem dicken Haarpelz besetzt. Die Arme reichen wie bei einem Menschenaffen bis an die Knie; sein Gesicht ist ziemlich menschenähnlich. Seine dicken Beine sind gebeugt. Die Zehen sind nach innen gerichtet – manche sagen sogar, sie sind nach hinten gerichtet. Er ist sehr muskulös, kann Bäume entwurzeln und Felsbrocken von beachtlicher Größe aufheben.“

Yeti-Spur
Im Februar 1980 machten polnische Bergsteiger in 4800 Metern Höhe diese Aufnahme einer Yeti-Spur am Mount Everest. Die Spur war 36 cm lang und 17 cm breit.
Leider erscheint es recht schwierig, handfeste Beweise für die Existenz des Yeti vorzulegen. Colonel C. K. Howard-Bury, Leiter der ersten Everest-Expedition im Jahre 1921, gab der Legende als erster Auftrieb. Ihm wurden in 7000 Meter Höhe menschenähnliche Fußspuren gezeigt. Er glaubte aber, dass sie von einem streunenden Wolf stammten. Im Jahre 1925 sah ein Wissenschaftler und Fotograf in 5000 Meter Höhe eine Gestalt, „genau wie ein Mensch, die aufrecht ging und manchmal stehenblieb, um Rhododendronsträucher auszureißen oder daran zu ziehen“. Nach seiner Beschreibung der Fußabdrücke geht man davon aus, dass es sich um einen Bären gehandelt hat. Die vom Londoner „Daily Mail“ in den Jahren 1954 und 1957 ausgerichteten Expeditionen fotografierten viele Fußabdrücke, die jedoch nicht erklärt werden konnten.

Die verschiedenen Berichte über Beobachtungen durch Europäer oder Sherpas werden gleichermaßen angezweifelt. Die Zeitung „The Times“ vom 2. November 1921 schreibt von einem Schneemenschen, den der Engländer William Knight gesehen hat. „Er war trotz der großen Kälte völlig nackt … er hatte über und über eine fahlgelbe Farbe … zottiges, glanzloses Haar auf dem Kopf.“ Dies war offensichtlich einer jener asketischen Hindu-Einsiedler, genannt Sadhu, die in Höhen bis zu 5000 Meter leben.

Auch die Existenz des Languraffen in diesem Gebiet dürfte wohl viele dieser Berichte erklären. Sie sind groß, wurden schon in Höhen über 4000 Meter gesehen, können auf zwei Beinen stehen und kurzzeitig auch hüpfen. In dem Bericht der Wood / Kirkland / Maggs-Expedition aus dem Jahre 1944 über den „scheußlichen Schneemenschen“ an die Zeitschrift „Country Life“ findet man die genaue Beschreibung eines Languraffen. Nur die Größe stimmte nicht überein, da er ihrer Auffassung nach mannshoch war.

1970 fotografierte in Nepal der bekannte Bergsteiger Don Whillans eine Reihe von geheimnisvollen Fußabdrücken in 4000 Meter Höhe. Er entdeckte bei Mondlicht eine „affenartige Kreatur“, die auf allen Vieren auf dem Gipfel eines Hügels herumsprang. Obgleich Affen nicht hüpfen, tun dies doch Languren. Wahrscheinlich hatte Whillans einen solchen beobachtet.

Berichte der Sherpas werden zudem von den westlichen Medien als unseriös dargestellt. Die Berichte der Sherpas sind aus vielen Gründen unzuverlässig, wie es oftmals propagiert wird. Der frühere Leiter der Primatenabteilung des Smithsonian-Instituts, Professor John Napier, hat in der Zeitschrift »Bigfoot« beschrieben, warum ihre Berichte anzuzweifeln sind. „Die Sherpas können nicht unterscheiden zwischen der ‚Realität’ der wirklichen Welt und der ‚Realität’ ihres mythologischen religiösen Glaubens.“

Mehrmals haben sie Fußabdrücke dem Yeti zugeschrieben, die nach wissenschaftlicher Feststellung einwandfrei Abdrücke normaler Tiere waren. Napier erläuterte auch den landläufigen Irrtum, dass die Einheimischen unbedingte Kenner der heimischen Tierwelt sein müssen. Sherpas, für die das Töten von Tieren tabu ist, „jagen niemals Leoparden, Bären, Ziegen oder Antilopen … Die weitverbreitete Annahme, dass Sherpas einen Bär oder einen Affen nicht von einem Yeti unterscheiden können, mag durchaus richtig sein“.

Gigantopithecus
Gigantopithecus
(Darstellung von Zdenek Burian)
Ihre Verwirrung über das, was sie wirklich gesehen haben und was sie annehmen, die Besucher möchten es gerne finden, spiegelt sich auch in den Yeti-Souvenirs. Die von ihnen gezeigten Pelz- oder Hautstücke wurden in wissenschaftlichen Untersuchungen als Teile von heimischen Tieren, wie Bären oder Bergziegen, identifiziert. Tatsächlich ist es merkwürdig, dass man trotz anhaltender Suche während der letzten 70 Jahre nur einen handfesten Beweis gefunden hat. Es sind Fußabdrücke, die am Mount Everest in 6500 Meter Höhe von Eric Shipton und Michael Ward fotografiert wurden, und zwar am 8. November 1951 in Begleitung des Sherpas Sen Tensing. Nach intensivem Studium folgerte Napier, „dass der Fußabdruck nicht von einem Menschen, aber auch nicht von einem Affen oder einem der Wissenschaft bekannten affenähnlichen Tier stammt. Welche anderen Möglichkeiten gibt es? Kein anderes Lebewesen auf der ganzen Welt könnte so eine Spur hinterlassen … wenn sie nicht existierte, würde ich nicht zögern, den Yeti als Phantasiegebilde abzutun. Aber so wie es aussieht, muss der Fall ungelöst bleiben“.

Extrembergsteiger Reinhold Messner folgerte aus seinen eigenen Erfahrungen mit dem Yeti, dass es sich beim Yeti um den legendären und seltenen Blau- oder Tibetbären (Ursos arctos pruinosus) handeln könne.

Andere Thesen gehen davon aus, dass es sich beim Yeti um überlebende Nachfahren des Gigantopithecus handeln könne, welcher vermutlich mit dem Orang Utan verwandt war. Der Gigantopithecus lebte vor etwa 1.000.000 Jahren bis vor etwa 250.000 Jahren in Vietnam und China, wie Zahn- und Kieferfunde belegen. Die seit Jahrtausenden unveränderten Klimabedingungen im Himalaya hingegen könnten für eine hypothetisch dort vorhandene Reliktpopulation dieser Tiere sprechen.

Letztendlich muss festgehalten werden, dass es neben den Legenden und einigen Hinweisen keinen wirklichen Beweis für die Existenz des Yeti gibt, doch gänzlich auszuschließen ist die Existenz des Yeti nicht, solange es immer wieder Sichtungen und Spurenfunde gibt.

Kryptozoologie.net

Autor: Michael Schneider

Das Geheimnis der grünen Kinder

Während meiner Studien über menschliche Anomalien bin ich mehrfach über Geschichten von Kindern gestolpert, welche quasi aus dem Nichts auftauchen. Soweit nichts ungewöhnliches, wenn da nicht bei vielen Geschichten eine seltsame grüne Färbung der Haut oder der Haare beschrieben wird.

Besonders in Asien gibt es viele Berichte und Geschichten von verwilderten Kindern, welche mit grünen Haaren gefunden wurden, bzw. diese irgendwann in der Nähe von Dörfern auftauchten. Dabei interessierte mich vor allem der Aspekt der grünen Haare, da mir dieses Phänomen von Tieren bereits bekannt war.

Im Herbst 1995 wurde auf einem Heuboden in Dybvad im Nordwesten von Dänemark ein zwei Monate altes Kätzchen gefunden. Als man es näher betrachtete war man sehr überrascht – das Fell und die Krallen des Tieres waren leuchtend grün. Alle Versuche diese seltsame Färbung abzuwaschen schlugen fehl. Tierärzte, die das Kätzchen untersuchten, und Forscher der Universitätsklinik von Kopenhagen, die Proben des Fells prüften, meinten, dass das Tier bereits grün geboren wurde, da die Kupferschicht von der Haarwurzel bis zur Spitze reichte. Die Färbung des Tieres entstand, da das Kätzchen oder seine Mutter, während sie trächtig war, mit kupferkontaminiertem Wasser in Berührung gekommen ist.

Einige Jahre zuvor entdeckte man in einer südschwedischen Stadt, das korrodierende Kupferrohre dafür verantwortlich waren, dass die Haare mehrerer blonder Frauen grün wurden!

Betrachtet man nun die Erzählungen über grüne Kinder, lassen sich diese Fälle recht einfach erklären, ohne das man auf Naturgeister oder Außerirdische als Erklärung zurückgreifen muss.

Ortsschild von Woolpit mit den grünen Kindern
Ortsschild von Woolpit mit den grünen Kindern
Der wohl bekannteste Fall von grünen Kindern jedoch stammt aus dem Mittelalter und fand in England statt. Die erstaunliche Geschichte der grünen Kinder von Woolpit wurde erstmals von zwei englischen Chronisten des Mittelalters aufgezeichnet – von Ralph, dem Abt von Cogges-hall und William von Newburgh. Eines Tages, zur Zeit König Stephens (1135 –1154 n. Chr.), wurden zwei verlassene, verzweifelt weinende Kinder in den großen Fallen gefunden, die man im Ort Woolpit, in Suffolk, angelegt hatte, um Wölfe zu fangen. Die Aufregung, die sie verursachten, lag an ihrem Aussehen – ihre Kleider, Augen und vor allem ihre Haut waren grün! Sie wurden beim dort ansässigen Grundbesitzer Richard de Calne untergebracht und weigerten sich noch eine geraume Zeit etwas anderes als grüne Bohnen zu essen. Das jüngere der beiden Kinder, ein Junge, starb ein Jahr später, doch das andere Kind, ein Mädchen, wuchs auf und verbrachte sein restliches Leben in diesem Gebiet.

Langsam verschwand der Grünstich ihrer Haut, und als sie erwachsen war, heiratete sie einen Mann aus King’s Lynn in Norfolk. Sie lernte auch Englisch und konnte schließlich den Menschen erzählen, dass sie und der Junge aus einem Staat namens Martinsland gekommen waren, in dem es keine Sonne gab und ständig Dämmerung herrschte. Sie waren ihrem Stamm gefolgt, als sie einen unterirdischen Tunnel betraten und auf der anderen Seite im hellen Sonnenlicht von Woolpit wieder herauskamen.

Es gab viele Versuche diese seltsame Geschichte zu erklären. Einige Forscher haben sie einfach als nettes Märchen abgetan, da die Kinder grüne Haut (die Farbe der Elfen) hatten und nur grüne Bohnen aßen (laut der keltischen Mythologie die Speise der Toten). Andere suchten eine Verbindung zu Englands traditionellem Grünen Mann oder Jack-in-the-Green – einem blätterbedeckten, übernatürlichen Wesen, das Fruchtbarkeit und den Frühlingsbeginn symbolisiert. Es wurde auch vermutet, dass die Kinder aus einer mysteriösen Welt stammten, die unter der Erdoberfläche besteht und in der es keine Sonne gibt, oder aus einer parallelen Dimension, aus der sie zufällig in unsere kamen.

In unserer Zeit kam noch eine bedeutend nüchternere Erklärung hinzu. In den 1980er Jahren besuchte der Forscher Paul Harris Woolpit und erfuhr, dass die Bewohner annehmen, die Geschichte gehe auf eine Legende von einem Grafen zurück, der im Mittelalter in Norfolk herrschte und der Vormund von zwei kleinen Kindern war. Er versuchte ohne Erfolg die Kinder mit Arsen zu vergiften und setzte sie schließlich im Wayland Wood im Gebiet des Thetford Forest an der Grenze zwischen Norfolk und Suffolk aus. Hier würden sie sicher sterben, und er könnte das Anwesen übernehmen, das sie bei Erreichen der Volljährigkeit erhalten sollten. Laut den Bewohnern von Woolpit wurden daraus wahrscheinlich die grünen Kinder, die man später krank und verwirrt, jedoch lebend fand. Das Erstaunliche bei dieser Erklärung ist, dass die Haut durch Arsenvergiftung grün werden kann. Das selbe Phänomen kann auch bei Blutarmut auftreten, die durch Unterernährung entsteht, woran die Kinder wahrscheinlich litten. Dies würde auch erklären, warum die Haut des Mädchens normale Färbung annahm, sobald sie ordentlich ernährt wurde.

Harris glaubt, dass es auch für den Rest der Geschichte eine vernünftige Erklärung gibt. Es gibt einige Kilometer nordwestlich von Woolpit einen Ort namens Fornham St. Martin, was die Herkunft von „Martinsland“ erklären könnte. Im weiter nördlich gelegenen Thetford Forest, der extrem dunkel ist, befinden sich auch viele neolithische Feuersteinminen mit Gängen. Vielleicht gingen die beiden Kinder durch eine, die nach Woolpit führte.

Weitergehend reisten die Menschen im 12. Jahrhundert nicht weit, so dass ihnen der Dialekt der Kinder, die aus einem anderen Ort kamen, wirklich seltsam vorgekommen sein mag.

Die Geschichte der grünen Kinder von Woolpit nimmt noch eine letzte, überraschende Wendung. Aus Spanien gibt es eine beinahe identische Erzählung, die im August 1887 im katalanischen Ort Banjos spielt. Tatsächlich ist der einzige Unterschied zwischen den beiden Geschichten, abgesehen vom Ort und der Zeit, die Tatsache, dass in der spanischen Version auch das Mädchen nach ungefähr fünf Jahren stirbt. Auch über ihre Vorliebe für Bohnen wird erzählt, und zu allem Überfluss heißt der Adelige, der sie nach ihrer Entdeckung bei sich aufnimmt, Senior Ricardo da Calno – Sir Richard de Calne nicht gerade unähnlich!

Diese Geschichte wurde ohne Zweifel in einigen Büchern aufgenommen; in The Monster Trap and Other True Mysteries wiederholt Peter Haining die Behauptung von John Macklin, dass die Dokumente und Aussagen der Menschen, die die grünen Kinder sahen und für sie sorgten, noch existieren. 1986 enthüllte Frank Preston jedoch, dass er ans British Council in Barcelona geschrieben hatte, um Informationen über die Geschichte zu erhalten, doch konnte das Institut keinerlei Hinweise finden, obwohl es für ihn intensive Nachforschungen anstellte und sogar spanische Bibliotheken, Museen und Rathausarchive kontaktierte. Auch in den Zeitungen vom August 1887 gab es keine Spur der Geschichte. Das überrascht nicht, denn der Ort Banjos existiert nicht. Er wurde genauso erfunden wie die Geschichte der grünen Kinder. Der Verfasser ließ sich zweifellos von der Geschichte von Woolpit inspirieren und wollte eine modernere Version schaffen.

 

 

Autor: Sabine Ammer

Quelle: Karl P.N. Shuker, Weltatlas der rätselhaften Phänomene

NAPES

Kryptozoologie

 

Befasst man sich einmal intensiver mit den verschiedensten Kryptiden auf dem nordamerikanischen Kontinent, trifft man irgendwann einmal auf den Begriff “Napes”, unter welchem sich viele interessierte Personen wenig bis überhaupt nichts vorstellen können. Diese kaum verwendete Bezeichnung ist ein Begriff innerhalb der Hominologie.

Unter dem kategorisierenden Begriff Napes versteht man Kryptiden, welche als Affen in Nordamerika gesichtet werden, obwohl in Nordamerika keine bekannten Affenarten existieren.

Der Begriff selbst wurde von Loren Coleman in den 1960ern geprägt und ist eine Kurzform für North American Apes (Nordamerikanische Affen).

 

Bekannte Vertreter:
Skunk Ape
Oklahoma Schimpansen

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